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07.12.2016 ~ 11. Update der 'Rezensionsabbau-Challenge'

Hallo ihr Buchliebhaber.

Sorry, dass es so lange gedauert hat, bis ich zur Auswertung für den November gekommen bin. Es war mal wieder viel los und irgendwie blieb da was auf der Strecke. Nun hocke ich aber gemütlich auf der Couch, versuche mir einzubilden, dass heute schon Freitag ist und setze ich mal an die Auswertung der Challenge.

So richtig viel ist dabei ja auch wieder nicht herumgekommen =o( Sehr schade. Seid ihr auch alle so im Stress oder lest ihr gerade einfach andere Bücher?
Die liebe Kleeblatt war für uns zusammen fleißig und hat ganz viele Bücher eingetragen. Das haut uns andere Leser wieder raus ;o)

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Cover Das Weihnachtsdorf

Es handelt sich hierbei um eine Folgegeschichte zu Kräuter der Provinz und verrät sehr viel über das Buch.

Weihnachten in Maierhofen. Endlich! Jeder überlegt für sich, wo und vor allem wie er in diesem Jahr Weihnachten feiern will. Bis auf Christine, die sich auf ein Weihnachten mit ihren beiden Töchtern freut, plant beinahe jeder ein ruhiges Fest in trauter Zweisamkeit. Rosi, die Kartoffelbäuerin, und Edy, der vegane Wurstverkäufer, wollen es sich so richtig schön gemütlich machen. Ein kurzes Beisammensein mit ihren Eltern, danach endlich ein paar entspannte Tage. Die Zeit vor Weihnachten sind bei Edys Versandhandel für vegane Erzeugnisse mehr als stressig und obwohl Rosi ihrem Freund von Herzen gern hilft, kommt doch auch ihre Leidenschaft für die Kartoffel viel zu kurz.
Von ein wenig zwischenmenschlicher Nähe ganz zu schweigen. Schließlich muss sich Rosi auch noch um ihre Eltern kümmern, die nicht mehr allein klarkommen. Ihre beiden Geschwister haben sich bereits vor Jahren aus dem Staub gemacht und genießen das sorgenfreie Leben in München.

Für Therese war das vergangene Jahr sehr lehrreich. Sie musste lernen auf ihren Körper zu hören, ihm Ruhe zu geben und auch einmal andere für sich arbeiten zu lassen. Sams geniale Idee den Gasthof für 2 Wochen zu schließen und sich mal eine Auszeit zu gönnen mit vielen Kuschelstunden, viel heißem Tee und ausreichend Zeit zu zweit würde ihre Akkus wieder aufladen. Nachdem Thereses Vater das Weihnachtsfest lieber mit seiner neuen Flamme verbringt, steht ihrem gemütlichen Fest nichts im Wege.
Zwar hätte sie auch sehr gern ihre Cousine Greta und deren Lebensgefährten Vince um sich gehabt, aber auch die beiden planen das erste gemeinsame Weihnachtsfest ganz im romantischen Stil.
Dank Sams Rezepten und Tipps für die Weihnachtsgans schaut Greta dem Festessen schon etwas entspannter entgegen. Besonders freut sie sich auf die Augen, die Vince machen wird, wenn er sein Geschenk bekommt. Greta hat das perfekte Geschenk für ihn und auch Vince glaubt, mit seinem Geschenk den Nagel auf den Kopf getroffen zu haben. Ob das gut geht?

Einzig um Christine macht sich Theresa Sorgen. Nach der Trennung von ihrem Mann, igelt sich ihre Freundin immer weiter ein und leidet an der Einsamkeit. Zu Weihnachten nun sollen ihre beiden Töchter kommen. Auch wenn das Fest ohne den Vater wohl etwas weniger familiär wird, plant Christine ein paar gemütliche Tage. Damit es ihren Töchtern an nichts fehlt, hat sie den Kühlschrank mehr als gut gefüllt.
Als ihre Töchter ihr einen Tag vor Heiligabend mitteilen, dass sie Weihnachten lieber mit ihrem Vater auf einer Südseeinsel verbringen, fällt Christines Welt zusammen. Ist sie ihren Kindern nicht einmal ein gemeinsames Weihnachtsfest werf?
Allen Versuchen ihrer Freundin Thereses zum Trotz will Christine Weihnachten allein verbringen, da hat sie aber nicht mit dem lieben Schicksal gerechnet. Das hat für alle Maierhofener ein ganz eigenen Plan ausgeheckt.

Das Weihnachtsdorf ist eine Weihnachtskurzgeschichte, die an die Geschichte in Kräuter der Provinz anknüpft und zeigt die liebgewonnenen Charaktere bei ihrem ersten gemeinsamen Weihnachtsfest. Jeder für sich, hat so seine Probleme und wie es immer so ist - jeder ist da um den Anderen zu helfen. Allen voran Theresa, die einfach nicht aus ihrer Haut kann, wofür sie alle nur umso mehr lieben.
Natürlich plant jeder ein Weihnachtsfest nach seinen Wünschen und Vorstellungen, aber wie sagt man so schön? 'Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.' Schon beim Lesen zeichnet sich ab, dass vor allem Christine ein hartes Los gezogen hat. Ihre Töchter kümmern sich Null um ihre einsame Mutter und geben ihr zu allem Überfluss auch noch eine Mitschuld am Fehlverhalten des Vaters. Ohne Therese würde sie wohl in ein tiefes Loch fallen.
Rosi steht kurz davor durch zu drehen und das zu Recht. Spätestens als sie an Heiligabend unerwarteten Besuch bekommt, kocht der Kessel über und das tut ihr gut.
Maierhofen ist eine Gemeinschaft und jeder Störenfried wird zum Staatsfeind Nummer eins deklariert, bis er seine guten Absichten bewiesen hat. Gerade das macht das kleine Örtchen aus.

Während in Kräuter der Provinz ein Sommerfest rund um das Thema Gewürze die Besucher in das kleine bayrische Örtchen führte, ist es jetzt der Maierhofener Weihnachtsmarkt mit seinen selbstgezimmerten Buden, den leckeren Snacks und den selbstgebrauten Seelenwärmern der Anlaufpunkt Nummer eins. Allein bei der Beschreibung, wie sich puderzuckrig der Schnee auf den Häuschen und Dächern verteilt, möchte man sich sofort ins Auto setzen und hin fahren.
Wer kochen kann, den Ofen bedienen mag und auch ein wenig kreativ sein kann, findet im Anhang viele Rezepte und Deko-Ideen für die Festtage. Natürlich habe auch ich davon etwas ausprobiert und ich muss sagen, der alkoholfreie Apfelpunsch ist sehr lecker.

Mit Das Weihnachtsdorf verkürzt uns Petra Durst-Benning die Wartezeit auf ihren neuen Maierhofen-Roman Die Blütensammlerin (keine Rezension) der im Frühjahr nächsten Jahres erscheinen wird. Ich persönlich kann es kaum erwarten, da ich die Figuren wirklich sehr lieb gewonnen habe und Petra Durst-Benning unbedingt wissen will, wie es vor allem mit Christine weiter geht.
Um in die richtige Stimmung zu kommen, ist dieses Buch eine perfekte Wahl, deshalb kann ich es euch uneingeschränkt empfehlen =o)

Einen ganz lieben Dank an den Blanvalet-Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Cover Wrapped Together

Für jemanden wie Hollis ist Weihnachten nicht gerade die schönste Zeit des Jahres - zu viele Menschen, zu viel Trubel und zu viel Kitsch, den er soweit wie möglich von seinem edlen Schreibwarenladen in Portland fernhalten will. Dazu kommt, dass er vor drei Jahren im Dezember seine Eltern verloren hat und dass ihm deshalb der Sinn alles andere als nach Weihnachten steht, ist daher nur allzu verständlich.
Doch manche Leute sind der Meinung, dass Hollis nun genug getrauert hat, unter anderem seine eigene Schwester - und Sawyer, der ebenfalls einen Laden in Hollis Nachbarschaft hat und den er bereits sein Kindertagen kennt.
Nun scheint Sawyer festentschlossen zu sein, Hollis in Weihnachtsstimmung zu versetzen. Hollis schwant Böses, denn wenn Sawayer sich erst mal etwas in den Kopf gesetzt hat, bekommt man ihn nur schwer wieder los. Und wenn es etwas gibt, worauf Hollis keine Lust hat, ist es auf Biegen und Brechen mit Weihnachtsstimmung bombadiert zu werden, auch wenn das bedeutet von allen Grinch oder Scrooge genannt wird.
Außerdem erträgt es Hollis nicht, so viel Zeit mit Sawyer zu verbringen, der mit seiner lauten und geselligen Art das genaue Gegenteil von ihm ist. Wenn er ehrlich mit sich ist, hat das aber wenig mit ihren gegensätzlichen Charakteren zu tun, sondern mehr mit der Tatsache, dass er seit der Schulzeit eine Schwäche für Sawyer hat. Doch Hollis weiß, dass die beiden niemals eine Zukunft hätten...

Wrapped Together von Annabeth Albert war die erste Weihnachtsgeschichte, die ich dieses Jahr gelesen habe und sie versetzt einen wirklich gleich in die richtige Stimmung. Sawyer schleppt Hollis zu so ziemlich jeder weihnachtlichen Attraktion, die Portland zu bieten hat, und so bekommt man auch als Leser jede Menge weihnachtlicher Atmosphäre ab, wenn die beiden sich zum Beispiel die Lichtershow im Zoo oder die Gingerbread-Stadt im Benson Hotel anschauen.
Doch das ist erst der Anfang von Sawyers Plänen für Hollis. Die beiden sind zusammen aufgewachsen und ob Hollis es gefällt oder nicht, Sawyer kennt ihn und weiß genau, wie er ihn motivieren kann. Es ist außerdem ein offenes Geheimnis zwischen den beiden, dass es bereits seit geraumer Zeit zwischen ihnen knistert. Doch Hollis weiß, dass Sawyer nie lange bei einem Mann bleibt (dafür hat er zu viele davon über die Jahre kommen und gehen gesehen) und dass so gut wie nichts seine Aufmerksamkeit lange halten kann. Das Letzte was er will, ist ein weiteres abgelegtes Hobby für Sawyer zu werden. Allerdings gelingt es Hollis nicht sehr lange, seinem Charme zu widerstehen – was verständlich ist, denn Sawyer bemüht sich dermaßen niedlich und ehrlich um ihn, dass man ihm nur die Daumen drücken möchte.
Dadurch, dass sich die beiden schon seit Jahren kennen, ergibt sich eine sehr schöne Dynamik und Stimmung zwischen ihnen und obwohl das Buch mit 112 Seiten sehr kurz ist, bekommt man keine Sekunde das Gefühl, dass sich die Dinge hier zu schnell oder unrealistisch entwickeln. Sowohl Sawyer, aber vor allem natürlich Hollis arbeiten eine Menge Dinge aus ihrer Vergangenheit auf, nicht nur miteinander, sondern allgemein was ihr Leben angeht. Das verhindert, dass Wrapped Together allzusehr in weihnachtlichen Kitsch verfällt.
Dafür sorgen außerdem noch die doch recht häufigen Sexszenen, in der Hollis und Sawyer zum ersten Mal ihre (sehr harmlosen) Kinks (also etwas ungewöhnlichere sexuelle Vorlieben) ausleben können. Von der Menge her hätten es meinetwegen ruhig ein paar Sexszenen weniger sein können; vom Inhalt her sind sie aber sehr geschmackvoll und heiß gelungen und haben immer einen emotionalen Unterton oder eine Bedeutung, was mir sehr gut gefallen hat, denn auch die Handlung selbst hat dadurch etwas dazugewonnen.

Deshalb ist Wrapped Together von Annabeth Albert eine wirklich gelungene kleine, weihnachtliche Liebesgeschichte, die Lust auf mehr macht und die einen in echte Weihnachtsstimmung versetzt.

Wrapped Together erscheint am 6. Dezember 2016.

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Cover Nora und die Novemberrosen

Nora lebt mit ihrer kleinen Tochter Fanny in einem 4 Parteienhaus in Berlin und arbeitet in einem Baumarkt in der Blumenabteilung. Arbeitete, sollte man wohl sagen, denn ihr war fristlos gekündigt worden, weil sie bei einem eher befremdlichen Beratungsgespräch nicht das gewünschte Ergebnis lieferte. Aber Nora konnte mit diesen Banausen einfach nichts anfangen. Wer kommt denn bitte auf die Idee im Frühling einen Herbstblüher in die Balkonkästen pflanzen zu wollen? Da musste ihre Gärtnerseele rebellieren. Dumm nur, dass ihre Kundin nicht einfach irgendjemand war, sondern vom Chef auf sie angesetzt.
Da steht Nora nun, arbeitslos, alleinerziehend und vom Leben enttäuscht. Aber sie hat immerhin noch ihre guten Freunde und Nachbarn Udo, Margarete und Ellie. Allesamt bilden sie eine Gemeinschaft im Mehrgenerationenhaus, die vor allem der kleinen Fanny zu Gute kommt.

Nora traut sich kaum ihren Freunden von ihrer plötzlichen Arbeitslosigkeit zu erzählen, als auch noch ein Brief vom Hauseigentümer im Kasten landet. Er kündigt umfangreiche Veränderungen an und einige Einschränkungen. Schon gehen die Überlegungen los, was er wohl wollen könnte. Der erwähnte Ansprechpartner lässt auf einen Investor schließen, der alte Häuser aufkauft, abreißen lässt und auf dem vorhandenen Grund neue Luxusobjekte hoch zieht.
Verliert Nora jetzt etwa nicht nur ihren Job, sondern auch noch ihre Wohnung samt ihrer geliebten Freunde?

Um ein wenig abzuschalten und einfach mal raus zu kommen, schlägt Ellie ein Picknick in Brandenburg vor. Also machen sie sich zu fünft in Udos Auto auf den Weg. Durch Zufall landen sie in einem kleinen Ort und finden ein verwildertes Grundstück, dass es ihnen sofort angetan hat. Fanny allen voran nutzt ihren Entdeckergeist und findet im hinteren Eckchen eine kleine Höhle, in der sie fortan zu finden ist. Während Nora sich vor allem die Pflanzen und Beete anschaut, fangen die anderen schon einmal an die Terrasse nutzbar zu machen und Udo lässt es sich nicht nehmen und beschaut sich Haus und Nebengebäude.
Nora ist fasziniert. Sie stehen hier in den Resten einer alten Gärtnerei. Wem diese wohl mal gehört hat?
Fanny hat es sich zur Aufgabe gemacht verschiedene Dinge zu sammeln und findet einen Fetzen Papier mit einem Namen und einigen Zahlen darauf. Finden sie so vielleicht heraus wem die Gärtnerei gehört?
Die Liegenschaftsverwaltung soll ihnen helfen und dank Udo bekommen sie aus der Bearbeiterin auch einiges heraus.

Allen ist klar, das verlassene Grundstück könnte ihr kleines Stück Urlaub vom Stress der Stadt sein und vielleicht sogar eine Zukunft für die Gemeinschaft. Aber wird ihnen das Grundstück auch bleiben? Oder wird das Land Brandenburg jetzt seinen Finger drauf legen?

Nora und die Novemberrosen ist eigentlich eher ein Buch für den Frühling wie ich finde. Nora weckt mit ihrem Wissen über einfach jede Pflanze den Gärtnerwunsch auf dem kleinsten Balkon. Zwar kann ich mit den ganzen Namen nichts anfangen, aber es klingt schon toll.
Ihre Leidenschaft ist ansteckend. Leider hat sie die bei der Jobsuche nicht. Da scheint sie wie eine Blockade zu haben. Das liegt wohl auch mit am Grundstück. Alles was sie immer gesucht hat ist dort - und bald auch noch viel mehr.

Ihre Freunde haben jeder für sich eine eigene kleine Geschichte. Udo hat seine Frau an den Krebs verloren, Ellie vermisst ihren Stiefsohn, der sich nicht bei ihr meldet und Margarete ... Margarete ist eine Frau für sich. Sie fühlt sich eigentlich wohl wie sie ist. Sie braucht Strukturen, aber bald merkt auch sie, ohne geht es auch.
So nach und nach erblüht jeder der Freunde ein Stück mehr und mit ihnen der vergessene Garten in der Mark Brandenburg.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Ich konnte mich prima einfinden und habe mit allen für sich mitgefiebert. Am liebsten hatte ich natürlich Fanny, sie ist einfach Zucker.
Mit ihrer Neugier bringt sie Leben in die Gemeinschaft und hält sie auch zusammen.

Was mir nicht so gut gefallen hat, waren die mystischen Elemente. Die habe ich einfach nicht erwartet und so haben sie mich etwas dabei gestört der Geschichte zu folgen. Zwar verbinden sie Dinge und Gegebenheiten, aber das war mir dann doch etwas zu viel.

Ich möchte mich ganz herzlich beim Blanvalet-Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

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