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Cover Hearts on Air

Jahre lang waren Reya und Trev die besten Freunde - bis eines Tages nach einem spontanen Date mehr daraus wurde. Reya hat insgeheim schon lange darauf gehofft, doch nie eine Chance mit ihrem immer flirtenden, charismatischen besten Freund gesehen. Sie haben sich geschworen, dass sie sich nicht verlieren werden, egal was auch passiert. Doch als Trev durch eine Reality Show namens Running on Air über ihn und seine Parkour Crew zu unerwartetem Ruhm gelangt, bleibt seine aufkeimende Beziehung zu Reya bald auf der Strecke - bis sie es nicht mehr erträgt und sich trennt.

Zwei Jahre später tritt Reya immer noch auf der gleichen Stelle, mit den gleichen Freunden, den gleichen Problemen und den gleichen Gelegenheitsjobs als Musikerin. Trev genießt derweil sein Leben als Berühmtheit, verdient das große Geld mit dem was er liebt und steht kurz davor, die dritter Staffel seiner Reality Show zu drehen. Zumindest wirkt das jedes mal auf Reya so, wenn sie den Fernseher einschaltet.
Deswegen ist sie auch verblüfft, als plötzlich Trev bei einem Essen mit gemeinsamen Freunden vor ihr steht und so tut, als wäre nie etwas gewesen. Schlimmer noch, er macht ihr ein Angebot, dass sich nur schwer abschlagen lässt: Er will, dass Reya ihn als Teamassistentin beim Dreh der neuen Staffel von Running on Air begleitet, die die Freunde dieses Mal quer durch Europa führen soll. Reya weiß, dass das nur ein Gefühlschaos für sie werden kann. Doch Trev scheint ernsthaft bemüht, ihre Freundschaft wieder aufleben zu lassen - nicht mehr und nicht weniger.

Doch wie soll Reya es schaffen über die nächsten 3 Wochen, die sie mit Trev auf engstem Raum in den schönsten Städten Europas verbringen wird, nicht wieder in alte Muster zu verfallen?

Hearts on Air ist der letzte Teil der Hearts Reihe von L. H. Cosway und ein Buch, auf das ich sehnsüchtig gewartet habe. Schließlich ist Trev schon lange Bestandteil der Reihe und ich habe ihn schon immer sehr gemocht.
Trevor ist und bleibt auch in seinem eigenen Buch ein sehr sympathischer Charakter, bei dem im Verlauf dieser Geschichte aber eindeutig klar wird, dass hinter dem immer fröhlichen, energiegeladenen Charmeur deutlich mehr steckt, als es zunächst den Anschein macht. Ich mochte ihn dadurch aber nur noch lieber, denn obwohl er wirklich jede Menge Dummheiten anstellt, ist und bleibt er ein guter Kerl, der eigentlich immer nur das Richtige tun will - auch wenn es selten so klappt, wie er sich das vorstellt. Doch auch dafür gibt es Gründe und die sind nicht so einfach in den Griff zu bekommen...
Das muss auch Reya schmerzhaft feststellen. Auch sie ist ein Charakter, den ich im Grunde sehr gern mochte und die einem schnell ans Herz wächst. Sie ist eine ausgezeichnete Musikerin, die leidenschaftlich gerne Songs schreibt und in kleinen Pubs auftritt. Ich liebe, dass L. H. Cosways Figuren immer sehr kreative Berufe oder Hobbies haben und ihr ganzes Herzblut hineinstecken. Sowohl Trev als auch Reya gehören ebenfalls definitiv dazu. Allerdings muss ich sagen, dass Reya in mancher Hinsicht leider ein sehr schwacher Charakter ist. Wenn es um Trev geht, ist sie sofort hin und weg und im Grunde kann er alles mit ihr machen und sie zeigt sehr wenig Rückgrat. Ich hätte mir gewünscht, dass sie ihn was bestimmte Teile seines Verhaltens angeht zur Rede stellt, auch wenn er nicht für alles etwas kann. Außerdem findet sie es so schön, dass der "neue" Trev sich so viel Zeit für sie nimmt - dass das alles aber auf seinen Bedingungen beruht und eventuell nur deswegen so gut funktioniert, weil sie bei seiner Show mitreist und dadurch sowieso ständig in seiner Nähe ist, scheint ihr nicht in den Kopf zu kommen und hat mich maßlos geärgert.

Teaser Hearts on Air

Trotzdem fand ich Hearts on Air von L. H. Cosway einfach schön. Trevs Parkourcrew ist eine wahnsinnig interessante Gruppe an jungen Leuten und diese Sportart hat wirklich für ein paar sehr coole Szenen gesorgt. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit ALLEN Pärchen aus der Hearts Reihe und das war einfach super-schön. Vor allem der Epilog hat dabei richtig viel Spaß gemacht und nostalgische Gefühle geweckt.
Auch wenn dieser letzte Teil der [Reihe] Reihe nicht perfekt geworden ist, werde ich diese Figuren trotzdem sehr vermissen und ihre Geschichten sicherlich irgendwann noch einmal lesen.

Ein Trostpflaster gibt es aber, denn L. H. Cosway hat bereits eine neue Reihe geplant - Running on Air. Und diese wird von den Mitgliedern von Trevs Parkourcrew handeln, was mich jetzt schon riesig freut. Hearts on Air hat jedenfalls schon sehr neugierig darauf gemacht. :)

Danke an WordSmith Publicity für das Bereitstellen eines Leseexemplars!

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Cover Mann im Kilt II

Enthält Spoiler zum ersten Teil der Reihe Tausche Ehegatten gegen Mann in Kilt.

Louise ist hingerissen von ihrem Schotten in traditionellem Kilt. Auch wenn er hier auf der Vernissage irgendwie fehl am Platz wirkte. Alasdair gab sich betont lässig, doch in im drin brodelt es. Nicht nur, dass er wahnsinnig nervös war - schließlich stand er sonst nie so im Mittelpunkt des Geschehens -, nein auch Alexander, Louises Noch-Ehemann, macht keinen Hehl aus seinem Hass ihm gegenüber.
Als ein Reporter Louise mit der Frage nach einer Hochzeit mit ihrem Schotten überrumpelt, springt dieser ein. Natürlich wird es eine Hochzeit geben - da ist Louise sprachlos. Hat er sie noch alle? Sie ist noch nicht mal geschieden und er spricht schon von Heirat.
Lange kann sie ihm allerdings nicht böse sein, schließlich hat er ihr Herz im Sturm erobert und endlich fühlt sie sich wieder begehrenswert und geliebt.

Alexander ist sauer. Erst kreuzt dieser schottische Bauer hier auf und dann spricht er auch noch von Hochzeit. Da kann er lange warten. Von Konstanze hat er schon lange die Nase voll und so steckt er seine Energie in die Rückgewinnung seiner Louise. Schließlich kann sie 22 Ehejahre und zwei gemeinsame Kinder nicht einfach so ignorieren.
Ihr Ältester, Richard, schlägt ganz nach seinem Vater. Seine Steife Haltung beweist, dass der Apfel selten weit vom Stamm fällt. Ihr Jüngster, Philipp, hingegen hat das Herz am richtigen Fleck und gönnt seiner Ma ihr neues Glück. Wenn es nach ihm ginge, wäre er schneller von daheim weg als sein Vater es sich vorstellen könnte.
Bevor Alexander mit seinen Plänen richtig beginnen kann, erhält er eine E-Mail von einer gewissen Felicitas - Alasdairs Ex-Frau. Auch ihr ist die Liaison zwischen Alasdair und Louise ein Dorn im Auge und so schließen sie einen Pakt.

Während Louise ihre Siebensachen packt und zu Alasdair nach Schottland zieht, brodelt es in Deutschland. Alexander merkt, dass er es schwer haben wird seine Frau wieder für sich zu gewinnen. Was findet sie bloß an diesem Landei?
Auch Felicitas lässt nichts unversucht. Schließlich ist sie noch immer die Mutter der kleinen Grace und somit die richtige Frau für Alasdair. Auch wenn sie mit Grace wenig anfangen kann - was soll sie auch mit einem gehörlosen Kind?
Lousie und Alasdair ahnen von der ganzen Intrige nichts, bis es anfängt brenzlig für sie werden. Schließlich geht es inzwischen um viel mehr als nur sie beide und Grace.

Der zweite Band der Louise & Alasdair-Reihe knüpft direkt an den Geschehnissen des Vorgängers an. So macht es Sinn, beide Bücher zeitnah zu lesen.
Wie auch schon im ersten Band spart Pia Guttenson weder mit schottischen Begriffen noch mit Humor. Louise springt von einem Fettnäpfchen ins nächste und so manches Mal dachte ich mir 'Oh man, echt jetzt?'. Vor allem ihr beeindruckender Flug samt Festnahme zeigte auf, die Dame sollte lieber nicht mehr alleine reisen. Mit ihrem Schotten wäre ihr das sicherlich nicht passiert ;o)

Ein Highlight im Buch ist Grace. Ich mag sie wirklich sehr gerne. Sie ist so ein liebes Mädchen und ganz offen der neuen Frau an Papas Seite gegenüber. Aber auch Louises Sohn Philipp ist ein Goldstück.
Durch Alexander und Felicitas kommt eine gute Portion Spannung in die Geschichte, die sich bis zum Ende hält. Alles in allem hat mir die Entwicklung der beiden gefallen und eben auch die Intrige im Hintergrund. Was mir nicht so sehr gefallen hat, waren die Fehler, die ich im Buch gefunden habe. Hier muss dringend nachgebessert werden und ich hoffe wirklich, dass Pia Guttenson die Chance hat da nach zu bessern.

Ganz lieben Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar - ich bin schon gespannt wie es in Band drei weiter geht ;o)

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Cover Erdbeeren im Sommer

Luisa Rossi ist auf der Flucht. Sie hat weder ein Verbrechen begangen noch einer anderen Frau den Mann ausgespannt. Nein, sie flüchtet in erster Linie vor sich selbst. Vor ihrem Leben in München, ihrem misslungenen Heiratsantrag und vor ihrem - noch? - Freund Tom.
Immerhin ist sie nicht alleine, ihre Freundin Mona schläft auf dem Beifahrersitz, während Luisa die letzten Meter nimmt auf dem Weg zum Erdbeerhof ihrer Tante Giulia im sonnigen Italien. Sie weiß selbst nicht so genau was sie geritten hat einfach Reißaus zu nehmen, Fakt ist aber, dass sie jetzt dringend Abstand braucht.

Keine 24h zuvor hatte sie sich in ihrem wunderschönen Kleid und den sündhaft teuren Schuhen im Park vor ihrem Freund Tom zum Klops gemacht. Sie hatte ihn gefragt ob er sie heiraten wollen würde. Eine berechtigte Frage, wie sie findet, nach immerhin 4 gemeinsamen Jahren. Tom sah das wohl nicht so - sein Gesicht sprach Bände. Völlig außer sich ist sie geflüchtet, zu ihrer Freundin Mona. Diese hatte nicht lange gefackelt, nachdem sie Luisa aufgewühlt in Empfang genommen hatte und kurzerhand beschlossen sie mit dem Dienstwagen ihres Mannes Norbert zu begleiten. Das hatte sie dringend nötig - und ihre Ehe im Moment auch.
Für Luisa waren Mona und Norbert zusammen mit ihren beiden Jungs das Traumpaar schlechthin, doch hinter der Fassade scheint es zu brodeln. So sehr Luisa auch bohrte, aus Mona war nichts heraus zu bekommen.
Was freute sie sich jetzt auf ihre geliebte Tante Giulia und deren einmalige Erdbeertörtchen. Nach einem davon sähe die Welt sicherlich schon wieder viel besser aus - zumindest weit weg von daheim.

Tante Giulia besaß, seit Luisa denken konnte, einen wundervollen Hof mit einem riesigen Erdbeerfeld. Jeden Sommer verbrachte sie als Kind hier die Ferien und liebte es die süßen Früchte direkt von den Pflanzen in den Mund wandern zu lassen.
Mit Luisas Rückkehr nach Cilento kamen jedoch nicht nur Erinnerungen an ihre Tante und die wundervollen Erdbeeren zurück. Auch das Kribbeln im Bauch, wenn sie an ihre große Liebe Matteo dachte. Der junge Mann war der Sohn von Tante Giulias Nachbarin Rigoletta, und ebenso charmant wie er temperamentvoll war. Viele Jahre zuvor hatte Luisa ihn Hals über Kopf verlassen. Offenbar flüchtet sie gern vor den Männern in ihrem Leben- ob das ein Omen ist?
Dabei wünscht sie sich mit Ende Dreißig nichts sehnlicher als einen liebenden Mann an ihrer Seite und eine kleine Familie. Ist das zu viel verlangt?

Giulia freut sich sehr über den Besuch ihrer Nichte und deren Freundin. Inzwischen macht ihr das Alter zu schaffen und da freut sie sich besonders, dass sie mal wieder frischen Wind im Haus hat.
Sie hat Luisa bisher nur vergessen zu erzählen, dass Matteo ihr inzwischen im Ristorante in der Küche half. Somit würden sich die beiden ziemlich schnell über den Weg laufen. Ob das gut ging?
Kaum waren die beiden Freundinnen in Italien gelandet, ergab sich ein unvorhergesehenes Problem: Tante Giulia verschwand spurlos. Alles was sie Luisa sagte, war, dass sie ebenfalls eine Auszeit bräuchte und jetzt ja sie und ihre Freundin da wären, hätte sie die Zeit dafür. Sie hätte ihnen einen Zettel dagelassen und schon war sie verschwunden. Das war mehr als merkwürdig. Zumal Luisa und Mona in Italien entspannen wollten - wer sollte sich denn um Heim, Hof und Ristorante kümmern, solange Giulia weg war?
Der Zettel in der Küche ernüchterte beide dann besser als eine eiskalte Dusche es je könnte. Die beiden sollen sich bitte um das Ristorante kümmern, zudem die Erdbeerernte einholen und sich um den Gast von Tante Giulia kümmern. Zu allem Überfluss stünde auch noch eine Feierlichkeit an, zu der 70 Erdbeertörtchen gebacken werden müssten.

Luisa war platt. Was war nur in ihre Tante gefahren? Als sie diese versuchte auf dem Telefon zu erreichen, ging niemand ran. Immerhin war ihre Tante bereits stolze Besitzerin eines Smartphones. Hoffentlich würde sie sich bald melden.
Kurz darauf lernten Mona und Luisa dann auch den Gast von Giulia kennen - Nick. Der Amerikaner war alles andere als erfreut, dass Giulia einfach so verschwunden war und wollte wissen wohin sie gegangen sei. Wenn sie das nur wüssten!
In den folgenden Tagen ließ er nicht locker und fragte immer wieder nach ihrer Tante. So langsam wollte sie schon wissen, was er von ihr wollte und so erzählte er ihr eine Geschichte, die sich viele Jahre zuvor hier in Italien ereignet hatte. Doch Luisa und auch Mona spürten, da war noch mehr. Was wollte er wirklich von ihrer Tante? Und wieso fragte er nach ihrem Rezeptbuch, das - oh Wunder - ebenfalls verschwunden war. Luisa beschloss der Sache auf den Grund zu gehen, konnte jedoch nicht ahnen, zu welchem Familiengeheimnis sie das führen würde.

Erdbeeren im Sommer ist das erste Buch, das ich von der Autorin Anja Saskia Beyer gelesen habe. Ich habe mich sehr schwer getan in die Geschichte zu finden, was nicht an der Story an sich lag, sondern am Schreibstil. Damit bin ich leider auch das ganze Buch über nicht warm geworden.
Ebenso mit den Charakteren. Luisa ist Halbitalienerin, was wohl ihr Temperament beweist. Das Buch über wird sie immer wieder schnell wütend und fährt aus der Haut, selbst in Situationen, die es überhaupt nicht rechtfertigen. Das hat es mir sehr schwer gemacht, mich mit ihr gedanklich anzufreunden. Mona hingegen fand ich sehr sympathisch - ebenso Tante Giulia. Die Männer sind mir alle recht fremd geblieben. Nick lernt man durch die Abschnitte in der Vergangenheit nicht wirklich kennen - nur seinen Vater.
Matteo passt mit seinen Stimmungsschwankungen ganz gut zu Luisa. Wenn man beide in einen Raum sperren würde, wäre der nach kurzer Zeit vermutlich zerlegt ;o)

Ich fand es schön, dass man immer wieder durch die Abschnitte aus der Vergangenheit, ein wenig mehr über Giulia und ihre Nachbarin Rigoletta erfuhr. Das gefiel mir beinahe besser als die Gegenwart.
Die verschiedenen Fäden laufen am Ende alle zusammen, jeder trägt sein Stück dazu bei und im Endeffekt ist am Ende auch (fast) alles so wie es sein sollte. Luisas Entscheidung am Ende hat mich allerdings sehr verwundert und wirkt irgendwie nicht echt.
Im Großen und Ganzen war die Geschichte gut, leider konnte sie mich nicht packen, was auch an den Hauptcharakteren lag.

Einen lieben Dank an www.lovelybooks.de für die Leserunde und das Rezensionsexemplar.

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Cover Die Bestimmung des Bösen

Die Kommissarin Alexis Hall lebt allein mit ihrem Kater Aaron in einem Häuschen im idyllischen Odenwald. Sie ist kaum in einen traumlosen Schlaf geglitten, als ihr Telefon sie erbarmungslos aus selbigem reißt. Nur einen Satz nachdem sie sich verschlafen gemeldet hat, weiß sie, dass ihre Nacht nun vorbei ist. Ihr verboten gutgelaunter Kollege Oliver Zagorny steht quasi schon vor der Tür um sie mit zu einem neuen Tatort zu nehmen. Zu viel mehr als einer Miniwäsche und einem Becher Kaffee kommt sie nicht, bis Oliver vor der Tür steht und ihr die ersten Erkenntnisse mitteilt.
Als die beiden wenig später auf der Reißinsel ankommen, ist Alexis beinahe froh einen fast leeren Magen zu haben.
Ein Mann hat bei seiner nächtlichen Waldwanderung die beiden Frauenleichen entdeckt, dabei hatte er gehofft Fledermäuse zu finden. Als Täter scheidet der Fleischermeister mit dem sensiblen Magen aus, für eine Tat im Affekt sind die beiden Toten auch zu bizarr abgelegt worden. Beide Frauen sind bis auf eine Unterhose nackt und sitzen sich wie Verliebte halb verschlungen gegenüber. Was will der Täter damit bezwecken?

Sobald es irgendwo eine Leiche gibt deren Untersuchung etwas komplizierter werden könnte, wird Karen Hellstein, die Kriminalbiologin zum Tatort gerufen. Mit einer Sammlung an Röhrchen, Gläsern und Dosen treibt sie die Männer von der Spurensicherung schier in den Wahnsinn. Aber wenn sie anhand der vielen Insekten auf den beiden Körpern einen entscheidenden Hinweis geben kann, sind die Kollegen wieder ganz still.
So fasziniert Alexis von Karens Arbeit auch ist, ein wenig unheimlich ist es ihr dann doch und so freut sie sich immer wieder darüber nicht in der ewig summenden Laboreinheit ihrer Freundin zu sein.

Noch bevor Karen und Alexis zusammen mit Oliver und einem neuen Ermittlungsteam richtig anfangen können, werden die nächsten beiden Leichen gefunden. Und hier gibt es nun einen eindeutigen Hinweis auf einen möglichen Täter - Magnus Hall. Nur wenige kennen Alexis Hintergrund und ihre Arbeitskollegen gehören alle nicht dazu. Wie soll sie Oliver erklären, dass Magnus Hall der Bruder ihres Adoptivvaters ist, zu dem sie seit 15 Jahren keinen Kontakt mehr hat? Seit der schrecklichen Tragödie, an der sie allein die Schuld trägt - zumindest laut ihrem Onkel.
Mit großem Herzklopfen begibt sie sich in die Niederlassung der Biotechnologiefirma in der Magnus Hall als Leiter fungiert. Die Vernehmung läuft so erfolglos und nüchtern wie befürchtet, Magnus hatte sich nicht geändert. Nach kurzer Zeit ist Oliver klar, das Alexis ihm etwas mehr verschweigt und das kratzt nicht wenig an seinem Vertrauen in seine Partnerin.

Während Alexis' Team sich sicher ist, dass Magnus Hall der Täter ist, muss sie sich mit ihren eigenen Dämonen rumschlagen. Seit ihrer Jugend wird sie von Alpträumen verfolgt, Schlaf ist für sie ein Luxus. In letzter Zeit jedoch hat sie immer mehr Aussetzer, die sie sich nicht erklären kann. Als dann ihr Kater verschwindet und sie in ihrem Bett mit dreckverschmierten Händen und Füßen erwacht, glaubt sie schon ihr Onkel hätte Recht - ist sie durch ihre Eltern vorgeprägt und trägt das Böse in sich? Wie soll sie in dieser Verfassung einen Mörder finden? Oder muss sie gar nicht mehr weiter suchen - liegt die Antwort näher als gedacht?
Als die nächsten Leichen auftauchen glaubt sie komplett den Verstand zu verlieren - die Handschrift des Mörders kennt sie nur zu gut.

Die Bestimmung des Bösen ist der Debütroman von Julia Corbin - zumindest im Bereich Thriller. Denn hinter dem Pseudonym steckt die Autorin Kerstin Pflieger die sich mit diesem Buch einen langgehegten Traum erfüllt und dieses neue Genre für sich entdeckt.

Das Genre steht ihr. Ohne viel federlesen wird man in die Geschichte geworfen und lernt viele Charaktere kennen. Das mag am Anfang etwas verwirrend sein, sortiert sich aber ziemlich schnell.
Die Geschichte ist in zwei Zeitzonen und aus mehreren Perspektiven geschrieben. Die Hauptlinie spielt in der Gegenwart und beinhaltete Alexis Sicht auf die Dinge. Die zweite Zeitzone liegt in Alexis Vergangenheit, die sich dem Leser so nach und nach erst erschließt und somit auch immer einen kleinen Teil mehr ihres Wesens Preis gibt.
Und dann hat man noch einen kurzen Einblick in das Leben der verschiedenen Opfer. So wirkt alles viel näher und das Zusammenspiel der ganzen Figuren wird dynamischer.

Die Hauptcharaktere - Alexis, Karen und Oliver waren mir sofort sympathisch. Wobei hier Karen irgendwie die Nase vorn hat. Ihr Job ist faszinierend und ekelhaft zu gleich. Wer kraucht schon gern um eine Leiche herum und sammelt Insekten ein? Sie tut es und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu den Ermittlungen.
Alexis und Oliver sind ein gutes Team, auch wenn Alexis es ihrem Partner nicht leicht macht. Er tat mir manchmal schon leid. Aber auch sie hat es nicht leicht gehabt und gerade durch verschiedene Entscheidungen verbaut sie sich einige Sympathien der Anderen.
Oliver ist der Mann, denn man dringend in seinem Leben braucht - und wenn auch nur als Freund. Er ist immer für Alexis da, bedrängt sie nicht obwohl er merkt, dass sie viel vor ihm geheim hält und zu allem Überfluss ist er auch ständig gut gelaunt.

Für mich blieb in diesem Buch die Spannung vom Anfang bis zum Ende erhalten. Zwischendurch tat mir Alexis sehr leid und ich hatte schon beinahe die Befürchtung, dass sie zu tief in den Sog aus Schuld und Angst gerät, aber sie ist eine starke Frau mit einem überlebenswichtigen Willen. So arbeitet sie sich Stück für Stück durch das Gewirr aus Spuren und Vermutungen um dem Täter auf den Fersen zu bleiben.
Am Ende hat mich Julia Corbin dann auch noch überrascht. Das liebe ich an einem guten Thriller - nur nicht zu vorhersehbar sein. Das Motiv zu den Morden ist so einfach wie krank und gerade deshalb schreckt es einen umso mehr ab. Und man kommt durchaus ins Grübeln - kann es soweit wirklich kommen?

Am Anfang waren mir die vielen Fachsimpeleien im Kriminalbiologischem Bereich etwas zu viel des Guten. Wer sich dafür jedoch interessiert, wird hier seine wahre Freude dran haben. Ich gebe es zu - mir war die Vorstellung allein schon irgendwie eklig genug ;o)

Einen ganz lieben Dank an Julia Corbin und den Diana-Verlag für das Vorabexemplar. Das Buch ist eine glasklare Empfehlung für spannende Lesestunden.

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Cover Heartbreaker - Für immer nur du

Ashley Brennan studiert in Dublin und wohnt in einer kleinen, gemütlichen WG. Als ihre Zwillingsschwester Skye anruft um sie zu bitten für einige Zeit nach Hause, nach Connemara zu kommen, rutscht ihr das Herz in die Hose.
Drei Jahre ist es jetzt her, dass sie überstürzt ihren Heimatort verlassen hat. Drei Jahre, in denen sie alles was sie an Connemara erinnert in ihrem Herzen verschlossen hat. Drei Jahre, in denen sie versucht hat den Verrat zu vergessen.

Sie vermisst ihre Schwester, ihr zu Hause und die wilde See in ihrer Heimat. Nur ihrer Schwester zu Liebe sagt sie zu. Sie wird für einige Zeit nach Hause zurück kehren und aushelfen, bis ihr Vater sich nach dem Herzinfarkt ausreichend erholt hat.
Ob er ihr inzwischen verziehen hat? Ihr Bruch drei Jahre zuvor hat sie tief verletzt. Vor allem aber, dass er ihr einfach nicht geglaubt hat. Vielleicht hat er sich ja verändert und es kann wieder so wie früher werden.

Als Ash wenig später wieder in ihrem Elternhaus ankommt, läuft sie genau dem Mann in die Arme, den sie versucht hat zu vergessen - Logan Savage. Ihre einstige große Liebe hat ihr fürchterlich das Herz gebrochen und war mit einer der Gründe, warum sie so lange fort von Connemara war.
Ihm jetzt gegenüber zu stehen, bringt nicht nur ihre Wut auf ihn in Wallung.
Eigentlich hatte sie gehofft Logan für den Rest ihres Lebens nicht mehr sehen zu müssen, aber ihre Schwester hat ihr zwei wichtige Dinge verschwiegen: Logan arbeitet für ihren Vater und lebt im kleinen Cottage auf dem Grundstück und - was viel schlimmer ist - Logan und Skye sind ein Paar!

Ash kann es kaum fassen. Wie konnte ihre Schwester ihr das verheimlichen? Und wie kommt es überhaupt dazu, dass sie jetzt mit ihrem Ex-Lover zusammen ist?
Sie wusste, wie sehr ihr Logan damals weh getan hat und warum sie Connemara verlassen hat. Wie konnte sie das einfach ignorieren?
Für Ash beginnt eine schwere Zeit und sie fragt sich öfter als ihr lieb ist, was wohl gewesen wäre, wenn es nicht zum Bruch mit Logan gekommen wäre. Allein sein Anblick lässt ihr Herz hüpfen und die Luft knistern. Das kann gar nicht klappen mit ihnen allen auf diesem engen Raum. Oder doch?

Heartbreaker - Für immer nur du ist der erste Roman, den ich von Kate Lynn Mason lese und ich bin mir nicht sicher ob es vielleicht auch der letzte ist. Die Inhaltsangabe klang gut. Ich hatte mich auf ein Buch mit Irlandflair, spritzigen Dialogen ein einiges an Romantik gefreut. Bekommen habe ich das leider nicht.
Die Geschichte könnte in wirklich jedem Land spielen. Von der Landschaft bekommt man mal ein paar Schafe mit, grüne Wiesen und Regen mit Wind. Wer einmal auf Nordstrand war, wird sich hier wieder finden.
Einzig Máire, die Haushälterin im B&B der Familie, wirft immer mal einen Ausspruch ein, der anmerken soll, dass man sich hier in einem anderen Land befindet.

Mit den Charakteren bin ich insgesamt nicht warm geworden, bis auf Máire ;o) Skye bleibt etwas farblos, Ash ging mir sehr schnell nur noch auf die Nerven, der Vater ist kaum präsent und Logan ... ja Logan wird zum Gott der Horizontalen erhoben. Andere Qualitäten scheint er nicht zu haben, außer, dass er Handwerkerarbeiten erledigt.
Ash beteuert in einer Tour, dass sie über ihn hinweg ist nur um im gleichen Satz seinen unfassbar muskulösen Körper anzuhimmeln.
Der Vater der beiden Frauen hat eine undankbare Rolle, unsympathisch ist er mir allerdings nicht. Auch finde ich Skye eigentlich ganz nett. Nur bringt sie nicht viel Spannung ein.
Alles in allem hätte es eine witzige, romantische Geschichte werden können. Leider ist das Ergebnis enttäuschend.

Der Schreibstil ist flüssig, so dass sich die Geschichte gut weg lesen könnte. Mich hat sie nur immer wieder genervt, so dass ich oftmals einfach gar nicht weiterlesen wollte. Zwischendurch gab es dann wirklich gut Abschnitte die mich haben hoffen lassen. Nun ja, leider konnten sie mich nicht wirklich versöhnen.

Einen lieben Dank an feelings für das Rezensionsexemplar.

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