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Cover Das eherne Buch

Der Eiserne Rabe lagert mit seiner Armee vor der Stadt Khabrach. Eigentlich sollte man die Schwerter singen und die Pfeile surren hören; die Stiefel voller Blut und der Boden mit Leichen übersät sein. Doch es gibt keine Schlacht. Seine Männer vertreiben sich die Zeit mit Spielen und Alkohol, während er darauf warten muss, dass der Fürst von Navrodt ihm das Zepter der Stadt überreichte. Erst dann würden sie die Stadt übernehmen und ein weiteres Mal das Banner des Hauses von Stahl über den Zinnen einer Stadt entrollen.
Als ein Spion im Lager gefangen genommen wird, lässt Hirrach nach Thorden Baut schicken. Nur er, als treuer Berater seines Vaters, kann ihm sagen was es mit diesem Burschen und seiner Nachricht auf sich hat.
Als Thorden dann auch endlich auftaucht bringt er ihm nicht die gewünschte Hilfe. Im Gegenteil, Thorden bringt ihm den Tod.

Jaarn kennt in seinem Leben nichts anderes als den Turm von Ghidt-Lhorr und darin beheimateten Bücher. In der großen Bibliothek lebt er, solange er denken kann und wenn er weiter fleißig lernt, wird er vielleicht einmal ein Gelehrter. An sich fühlt er sich hier wohl und liebt seine Aufgaben, aber schon so manches Mal verspürte er den unwiderstehlichen Drang nach Draußen zu gehen.
Als er durch ein Geräusch geweckt wird, steht der Bücherbruder Khronhs vor ihm. Er soll sich beeilen, nach ihm wurde geschickt. Mit einem Schlag wach, machen sich Jaarn und Khronhs auf den Weg. Während Khronhs ihn wild durch die Gänge führt, verliert Jaarn nach kurzer Zeit die Orientierung. Er hatte so gehofft endlich einmal vor die Tür zu dürfen, stattdessen landen sie in einem kleinen Raum im Keller. Was er hier nun erfahren muss bringt sein gesamtes bisheriges Weltbild ins Wanken.

Jaarn, ein einfacher Schüler im Turm von Ghidt-Lhorr, der Sohn Eonhs von Stahl, dem Fürsten über die Dritte von Fünf. Das kann unmöglich wahr sein! Und doch, genau dies hatte er so eben erfahren. Und als wenn das für ein ganzes Leben nicht reichen würde, erhielt er zudem eine wichtige Aufgabe.
Die beiden Söhne des Fürsten sind im Krieg oder durch Heimtücke zu Tode gekommen. Nun liegt es an Jaarn das Eherne Buch an sich zu nehmen und eine gefährliche Reise zu wagen. Das Schwert soll er dem Kriegbringer zu Füßen legen, auf dass der ewig währende Krieg endlich ein Ende hätte und das Reich wieder Frieden finden würde. Jaarn traut weder seinen Ohren noch seinen Augen. Ein reich verziertes Schwert soll fortan seine Bürde sein, dabei kann er es kaum halten. Wie soll er es da schaffen, das Schwert durchs halbe Reich zu tragen um es dem Kriegbringer zu überreichen?
Aber er muss diese Aufgabe nicht alleine meistern. Schon bald soll ihm sein Reisebegleiter vorgestellt werden - Thorden Baut.

Nachdem ich in der letzten Zeit hauptsächlich Liebesromane gelesen hatte, wurde es mal wieder Zeit für einen richtig guten Fantasy-Roman. Natürlich weiß man vorher nie, ob das Buch auch wirklich gut ist, aber schon nach dem Prolog war ich mir sicher, dieses Buch würde mich nicht enttäuschen.
Gut, es hat mich ein klitzekleines bisschen enttäuscht. Was mich eigentlich bei vielen Fantasy-Büchern enttäuscht: die fehlende Karte und das fehlende Personenregister. Na klar kann ich mir in einem Liebesroman den Ort vorstellen in dem das Ganze spielt. Da brauche ich keine Karte. Aber wenn sich ein Autor eine ganze Welt ausdenkt, dann wäre es schon arg hilfreich zu wissen, wie er sich diese vorstellt. Und ganz ehrlich? Namen sind für mich Schall und Rauch. Wenn ich da nicht mal nachlesen kann, bin ich hoffnungslos verloren.

Bitte, bitte liebe Fantasy-Autoren - erweitert eure Bücher um ein paar Seiten und lasst uns Leser an euren kreativen Charakteren und der Landschaft teilhaben!

Nun aber dazu, warum das Buch für mich grandios ist. Es hat alles, was eine gute Geschichte braucht. Einen Helden, der keinen Plan hat, ein paar Bösewichte die auf Rache aus sind, ein paar Helfer die sich alle Mühe geben, damit das Küken nicht untergeht und auch ein kleines bissl Romantik. Aber nur einen Hauch.
Und während die Geschichte erst in eine Richtung geht, fängt sie dann auch noch an sich zu wenden und mich am Ende sehr zu überraschen.
Ich weiß gar nicht ob ich davon begeistert sein soll oder enttäuscht. Aber die Aussage, die ich aus dem Ende interpretiert habe, fand ich super!

Die Charaktere sind gut gezeichnet und es lässt sich so richtig prima mit fiebern. Natürlich ist der Schreibstil von Christian von Aster grandios und ich hätte so manches Mal meine Bushaltestelle verpasst, wenn ich nicht durch Zufall gerade aus dem Fenster geschaut hätte ;o)

Von mir gibt es eine glasklare Lesempfehlung und einen ganz lieben Dank an den Klett-Cotta-Verlag für dieses gelungene Rezensionsexemplar.

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