Buchjunkies


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10.

May 2012

Meine Begleitung und ich erscheinen am Abend des 10.05.2012 im Prince Charles in Friedrichshain-Kreuzberg. Ein wenig durchnässt vom berliner Wetter finden wir zu dieser kleinen Bar im hinteren Teil eines großen Gebäudekomplexes. Es sind schon einige Leute dort und verteilen sich in diesem relativ kleinen Treff, der wohl ehemals eine Schwimmhalle sein sollte. Die Theke findet man direkt in einem Schwimmbecken und drum herum sind Sitzmöglichkeiten verteilt. Nachdem man sich also einen Sitzplatz gesucht hat, muss sich das Augenlicht erst einmal an die düstere Stimmung gewöhnen.
Schnell ist auch der Autor - Christoph Koch - entdeckt; dem Wetter zum Trotz wandert er in einem hellblauen Anzug durch den Saal um hier und dort ein paar Worte zu wechseln. Mit etwas Verspätung beginnt dann auch die Vorlesung. Der Moderator Matthias Kalle weiß es die Menschen zu begeistern und stimmt so auf die kommende Lesung ein.

Christoph Koch präsentiert den Zuhörern, die mit immerhin 60 Menschen reichlich erschienen sind, sein zweites Buch Sternhagelglücklich. In den folgenden 60 Minuten liest er verschiedene Episoden aus seinem Buch vor, erzählt aber auch immer wieder frei von Ereignissen. So erfahren wir, dass er innerhalb eines Jahres für seinen Selbstversuch auch quer durch die Welt gereist ist und nicht nur in Berlin das Glück gesucht hat.
Unter anderem begeistert er uns mit Anekdoten aus seiner Zeit in Indien, bei einem Lachyoga-Kurs, mit seinem Besuch in New York beim Rekordhalter der Rekorde und mit dem Erfahrungsbericht zu einer Meditationsstunde mitten in Berlin.
Immer wieder erntet der Autor Lacher aus dem Publikum und kaum einer von uns kann sich vorstellen, wie er im Hopserlauf durch die Stadt zum Einkaufen unterwegs ist.

Am Ende dürfen die Zuhörer Fragen stellen, für die beste Frage gibt es ein Exemplar des Buches zu gewinnen. Zuerst läuft es sehr zögerlich, doch schon bald wird er mit Fragen bombardiert und hat seinen Spaß daran. Der Herr am Nebentisch scheint weniger Interesse an der Vorlesung zu haben, denn er schnarcht bestimmt schon eine halbe Stunde, bis es Applaus für den Autor gibt und sich die Menschenmenge in einer Traube um das Podium scharrt um eine Unterschrift zu ergattern und ein paar persönliche Worte mit Christoph Koch zu wechseln.

Alles in allem war es ein sehr unterhaltsamer Abend in einer ungewöhnlichen Umgebung.

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