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14.

Feb 2026

~nef

Rezensionsexemplar

Meerglück, friesisch blau

Tags: Leben, Romantik
Cover Meeresglück friesisch blau

Liv und ihr Ehemann Sven haben harte Jahre hinter sich. Doch statt gemeinsam das erlebte zu verarbeiten, haben sie sich immer weiter voneinander entfernt.
Nach einer erfolgten Therapie ist Liv bereit nach vorn zu sehen und ein neues Leben zu beginnen, ohne Sven. Doch der will die Scheidung nicht akzeptieren und macht es ihr somit um so schwerer einen Schlussstrich zu ziehen. Da kommt die Einladung ihrer Freundin Kristin, zu ihr nach Föhr zu kommen, gerade richtig.
Kristin ist Teilhaberin einer kleinen Pension auf Föhr, die in den letzten Monaten starke Umsatzeinbuße hatte. Das liegt zum Teil auch an ihrer Mitinhaberin, die miese Laune verbreitet und generell erst einmal gegen alles ist. Hier kommt Liv ins Spiel.

Die ehemalige Restaurateurin soll alte Möbel aus dem Haus wieder auf Vordermann bringen und damit der kleinen Pension einen neuen Charm verleihen. Liv hat Angst davor, dass sie an der Aufgabe scheitern wird, denn seit dem Vorfall hat sie keine ihrer Werkzeuge in der Hand gehabt.
Vielleicht war aber gerade das der richtige Schritt nach vorn.
Kurz nachdem sie auf der Insel ankommt, entdeckt sie neben den alten Möbeln eine bezaubernde Statue. Die gehört eigentlich nicht in die Pension und so macht sie sich auf die Suche nach dem Besitzer. Dabei lernt sich neben dem alten Seebären Jonte, auch die Insel und ihre eigenen Bedürfnisse kennen.
Und dann ist da noch Matthis, der eine besondere Verbindung zu Föhrt hat und von Liv magisch angezogen wird.

Gleich von Beginn des Buches an knobelt man als Leser, was es gewesen sein könnte, das Liv und Sven auseinander getrieben hat. Und je weiter die Geschichte voran schreitet, desto treibender wird der Wunsch endlich zu wissen, was Liv so sehr belastet.
Liv und auch die weiteren Charaktere sind für mich gut ausgearbeitet. Ich konnte sie mir alle vorstellen und auch ihre jeweiligen Eigenheiten rundeten das Bild ab. Mein Favorit ist Jonte, den muss man einfach mögen und ich glaube jeder braucht einen Jonte in seinem Leben.

Im Laufe der Geschichte verfolgt man die Entwicklung von Liv, doch auch wenn sie die Hauptperson in diesem Buch ist, gibt es auf verschiedenen Nebenschauplätzen viel zu entdecken.
Das Flair der Nordseeinsel sprüht aus jeder Zeile und ich habe mich schon fast Koffer packen gesehen.

Heute, passend zum Valentinstag, kommt der zweite Teil der Meerglück-Reihe heraus und ich kann es kaum erwarten zurück zu reisen und mir die Meeresluft imaginär um die Nase wehen zu lassen.

Ich habe das Buch zur Verfügung gestellt bekommen und könnte mich kaum glücklicher schätzen. Natürlich hat die Vergabe des Rezensionsexemplars meine Meinung nicht beeinflusst.

Vielen Dank an Stina Jensen und Hannah Juli. Ich werde mich ganz intensiv mit den weiteren Büchern der beiden befassen und dabei bestimmt noch das ein oder andere Strandgut entdecken.

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09.

Feb 2026

~nef

Rezensionsexemplar

The Seoul Letter Shop / Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand

Cover Der Briefladen

Hyoyeong arbeitet seit kurzer Zeit im Letter Shop ihres ehemaligen Kommilitonen Seonho in Yeonhui-dong. Eigentlich war ihr großer Traum Drehbuchautorin zu werden, doch nachdem ihre Schwester Hyomin einem Betrüger aufgesessen ist, fehlt der Familie das Geld und Hyoyeong beschließt von daheim auszuziehen und auf eigenen Beinen zu stehen.
Bis zu dem Tage, an dem ihr Seonho einen Aushilfsjob in seinem Laden anbot, wusste sie nicht, was einen Letter Shop ausmacht. Je länger sie dort jedoch arbeitet, desto mehr fühlt sie sich am richtigen Ort.

Daheim flattern immer wieder Briefe ihrer Schwester in den Briefkasten, nie für ihre Eltern, immer nur an sie gerichtet. Keinen hat sie davon bislang gelesen und sie hat es auch nicht vor. Immer war Hyomin das Vorzeigekind, die gute Schülerin und das Mädchen, dass es einmal zu etwas Großem bringen wird. Nun jedoch arbeitet sie als Nachhilfelehrerin und scheut sich vor dem Kontakt mit ihrer Familie, die sie so bitter enttäuscht hat.
Hyoyeong ist wütend auf ihre Schwester und hat die Flucht nach vorn nur angetreten, weil sie endlich den Briefen ausweichen möchte. Welch Ironie, dass ihr Lebensunterhalt nun daraus besteht, das die Menschen sich Briefe und Karten schreiben.

Im kleinen Letter Shop im zweiten Stockwerk des Gebäudes scheint die Zeit still zu stehen. Wenn die Sonne durch die Fenster scheint und malerische Schatten auf den Regalen und Tischen hinterlässt. Beinahe jeden Tag kommen Menschen um einen Brief zu schreiben und den PenPal-Service zu benutzen. Man schreibt einen Brief, an eine Person, die man nicht kennt und hinterlässt sie in einem kleinen Regal. Danach kann man sich aussuchen, ob man sich auch einen Brief aus diesem Regal nimmt und diesen liest und beantworten möchte. Es werden keine Namen und keine Adressen getauscht, der einzige Kontakt ist das kleine Regal und ein Sticker mit einem selbstgewählten Symbol.

Hyoyeong liebt es, den Menschen dabei zuzuschauen, wie sie gedankenversunken einen Brief schreiben oder welche Gefühle sich in den Gesichtern widerspiegeln, wenn sie einen empfangen. Mit der Zeit lernt sie viel über die Menschen, die in den kleinen Laden kommen und vielleicht lernt sie auch etwas über sich selbst.

Ich liebe diese Geschichte. Auch wenn mir persönlich die Namen ein wenig Schwierigkeiten bereiteten, habe ich jede Seite in diesem Buch in vollen Zügen genossen. Der Schreibstil ist ruhig, aber nicht langweilig oder ausufernd. Die Charaktere sind nicht in vollem Detail beschrieben, aber anhand der wenigen Dinge die man über sie erfährt, hat man ein gutes Bild von ihnen.
Hilfreich dazu ist die Personenübersicht im Buch, so das man hier auch noch einmal nachschauen kann in welchem Verhältnis diese Person zum Rest steht.

Da ich selbst Briefe schreibe, stelle ich mir diesen Laden als kleine Goldgrube vor für Menschen die den Kontakt per Papier suchen. Die Idee des PenPal-Service finde ich grandios und im Buch liest man auch die abgedruckten Briefe der einzelnen Personen. Die Aufmachung des Buches macht wirklich Spaß, bis auf den Schnitt, da ich kein Freund vom Rough Cut bin, aber das muss jeder für sich entscheiden.
Mich lässt dieses Buch mit einem warmen Gefühl im Bauch zurück und ich bin mir ganz sicher, dass ich es vielen meiner Freunde empfehlen werde.

Ich danke dem kiwi space-Verlag und der Plattform Vorablesen für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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26.

Jan 2026

~nef

The Very Secret Society of Irregular Witches / Miss Moons höchst geheimer Club für ungewöhnliche Hexen

Tags: Fantasy
Cover Miss Moon 1

Mika Moon ist eine einsame, junge Hexe. Sie hätte so gern mehr Kontakt zu den anderen Hexen aus ihrem Zirkel, aber die Vorsitzende, Primrose, erlaubt es ihnen nicht. Es ist Tradition, das Hexen nicht miteinander Umgang pflegen, denn die Menschen könnten darauf aufmerksam werden und das wäre für alle eine große Gefahr.
Mika hält von diesen veralteten Traditionen nichts und das gibt immer wieder Reibereien mit Primrose. Um sich zumindest ein wenig austauschen zu können, betreibt Mika einen YouTube-Kanal und lädt kleine Videos hoch in denen sie ihre Hexenkunst vorführt. Natürlich alles so übertrieben dargestellt, dass es unecht genug wirkt. Primrose ist das ein Dorn im Auge, aber verbieten kann sie es Mika leider nicht.

Eines Tages erhält Mika einen Brief mit einer sehr ungewöhnlichen Bitte: Sie soll Lehrerin für 3 Hexenkinder werden, auf einem Anwesen außerhalb Londons. Mika weiß nicht was sie davon halten soll, woher soll jemand wissen, dass sie wirklich eine Hexe ist? Aber ihre Neugier siegt. Sie fährt zu dem sehr gut versteckten Haus und lernt neben dem schrulligen Ian und seinem Mann Ken, auch den mürrischen Hausherren Jamie kennen. Dieser ist alles andere als begeistert eine Fremde ins Haus zu lassen, aber auch er merkt, dass die drei Junghexen Hilfe brauchen.
Für Mika öffnet das Gespräch ganz neue Möglichkeiten und sie beschließt zu helfen. Das darf bloß niemand wissen, denn auf Nowhere House wird das gelebt, was Primrose rigoros verbietet - mehrere Hexen an einem Ort.
Mit der Zeit lernen sich die Hausbewohner besser kennen und auch Jamie muss zugeben, das Mika eine sehr hilfreiche Lehrerin für Terrakotta, Altamira und Rosetta ist. Wäre da nur nicht der wahre Grund für Mikas Anwesenheit, den sie ihr bisher verschwiegen haben.

In einer kleinen Leserunde haben wir uns im November dazu entschieden The Very Secret Society of Irregular Witches / Miss Moons höchst geheimer Club für ungewöhnliche Hexen zu lesen und ich muss sagen, ich habe es keine Seite lang bereut. Das Genre Cozy-Fantasy war mir bislang völlig neu und ich gestehe, es gefällt mir sehr gut.
In diesem Buch hat irgendwie alles gestimmt. Das Setting, die Charaktere und auch die Gedankengänge der einzelnen Personen. Jeder hat so seine Eigenheiten, aber niemand meint es irgendwie böse, auch wenn Terrakotta sich wirklich Mühe gibt zu Beginn.

Wie es in nahezu jedem Cozy-Buch ist, haben wir auch hier wieder eine zarte Liebesgeschichte, die sich erst mit der Zeit entwickelt. Aber tatsächlich drängt sie sich nicht in den Vordergrund. Als Leser hat man die Chance viele Dinge selbst mit zu raten oder zumindest Vermutungen anzustellen. Ich habe mich selten so entspannt bei einem Buch, das zwar recht kurz ist, aber trotzdem so viel beinhaltet.
Der nächste Roman der Autorin steht bereits auf meiner Wunschliste und ich kann es kaum erwarten wenn er erscheint.
Unsere Leserunde wird sich ganz sicher wieder gemeinsam in die Welt der Hexen begeben.

Dieses Buch ist für mich eine klare Leseempfehlung.

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12.

Jan 2026

~nef

Wo mein Herz schlägt

Cover Wo mein Herz schlägt

Claire hat ein neues Leben geschenkt bekommen, doch dafür musste ein anderes enden. Ein Virus hatte ihr Herz zerstört und nur eine Transplantation konnte ihr noch helfen. Ihr neues Herz fühlt sich ungewohnt stark in ihrer Brust an und erinnert sich mit jedem Schlag, dass ein anderer Mensch dafür gestorben war.
Auch wenn es nicht üblich ist, wünscht sich Claire, der Familie für ihr zweites Leben zu danken. Ein Privatdetektiv beschafft ihr die nötigen Daten und nur kurz darauf geht es für sie nach Lundy Island.

Auf der kleinen Insel Lundy Island versucht Grant die kleine Pension seiner Eltern am Laufen zu halten. Es war nie sein Traum gewesen, in das Familienunternehmen einzusteigen. Sein Bruder Will hingegen liebte die Pension, die Gäste und das Gewusel drumherum. Er hatte große Pläne für die Pension, doch nach seinem Tod gab es niemanden, der sich hätte darum kümmern können. Also hatte Grant seine eigenen Träume und Wünsche begraben und kümmerte sich um alles was anfällt.

Claire hatte Grant gegenüber einen Vorteil - sie wusste wer er war. Das machte es ihr aber nicht einfacher ihm gegenüber zu treten. Ihr erstes Aufeinandertreffen verlief alles andere als freundlich und Claire brachte es nicht über sich ihm zu erklären, warum sie auf die Insel gekommen war.
In den folgenden Tagen lernt sie ihn und die Menschen um ihn herum besser kennen. Das macht es ihr jedoch beinahe noch schwerer und sie überlegt ob es wirklich eine gute Idee war nach Lundy Island zu kommen.

Wo mein Herz schlägt stand schon lange im Regal und wollte nun endlich gelesen werden. Wie immer wundere ich mich, warum ich es nicht schon früher in die Hand genommen habe.
Ich mag den Schreibstil von Rose Bloom sehr gern und habe schon einige andere Geschichten von ihr gelesen. Wie auch bei den letzten Büchern, konnte mich dieses wieder überzeugen. Natürlich muss ein bisschen Drama dabei sein und wie immer weiß man als Leser es besser, aber die Geschichte hat mich sehr gut unterhalten und auch über lange Zeit gefesselt.

Während Claire versucht mit sich und ihrem neu gewonnenen Leben ins Reine zu kommen, muss Grant lernen los zu lassen und nach vorn zu schauen. Man fiebert mit beiden mit und verliebt sich ganz nebenbei in die Nebencharaktere wie Scarlett und Hailey. Auch wenn das Thema schwer ist, hat Rose Bloom es geschafft ein wenig Leichtigkeit einzubringen.
Ich freue mich schon auf das nächste Buch der Autorin.

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29.

Dez 2025

~nef

Älskade jävla jul / Ein Geschenk kommt selten allein

Cover Ein Geschenk kommt selten allein

Amy liebt Weihnachten über alles und kann es kaum erwarten mit der Dekoration und der Planung zu beginnen. Doch in diesem Jahr wird es wohl alles etwas anders laufen, zumindest nach dem aktuellen Stand. Ihre Tochter will in eine Bruchbude ziehen, ihr Sohn kommt eigentlich auch nur wenn er saubere Wäsche braucht und ihre Küche steht mitten in der Renovierung.
Laut Melker, ihrem Mann, sollte zumindest die Küche bis Weihnachten längst in neuem Glanz erstrahlen. Als immer neue Probleme auftauchen fällt Amy in ein tiefes Loch.
Warum bleibt immer alles an ihr hängen? Immer muss sie alles planen und sich um alles kümmern! Das ist ungerecht.
Also beschließt sie, dass dieses Jahr das traditionelle Weihnachtsbuffet ausfällt! Die Rechnung hat sie allerdings ohne ihre Familie gemacht.

Neben dem Chaos zu Hause wird es auch beruflich für sie gerade turbulent. Ihr Traumverlag hat ihr einen Vertrag angeboten über fünf Bücher. Fünf! Sie kann das gar nicht so recht glauben. Ihr Verleger Ola will sie ganz groß rausbringen, hat ihr allerdings ein kleines Detail unterschlagen: Sie soll Erotik-Crime schreiben. Weder liest Amy derlei Bücher noch wüsste sie, wie sie so etwas schreiben sollte.
Die Medien sind natürlich begeistert und vermuten eine Story hinter dem Genre, die ihr persönlich am Herzen liegt. Und so ist Amy bald nicht nur privat völlig überfordert.
Na dann Frohe Weihnachten.

Ich habe dieses Buch vor 3 Jahren spontan gekauft und in diesem Jahr ist es mir wieder unter die Finger gekommen. Die Bewertungen auf anderen Plattformen haben mich etwas verunsichert, aber ich gebe Büchern gern eine Chance. Und was soll ich sagen, mir hat es gefallen. Zwar konnte ich viele Entscheidungen persönlich nicht nachvollziehen, aber das heißt ja nicht, dass andere Menschen diese nicht trotzdem so treffen.
Auf anderer Ebene war ich ganz bei Amy. Die Planerin, die Organisatorin und die Frage nach dem 'Warum eigentlich immer ich?'. Das konnte ich so gut nachvollziehen, denn einige dieser Fragen stelle ich mir auch in unregelmäßigen Abständen.

Die Charaktere waren alle gut gezeichnet und viele der Handlungen passend zur Person. Den Schreibstil mochte ich ebenfalls gern, so dass ich es echt schade finde, dass kein weiteres Buch der Autorin übersetzt wurde. Ich glaube, Älskade jävla jul / Ein Geschenk kommt selten allein ist ein Buch, dass ich noch einmal lesen möchte. Probiert es also ruhig aus.

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