Buchjunkies


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16.

Mär 2018

Oh man, die Nacht war kurz. Aber wir wollten ja unbedingt wieder zur Messe. Also fix fertig gemacht und ab auf die Straße. Auch heute fuhren wir wieder quer durch die Stadt, die für einen Arbeitstag verdammt leer war. Hatten wir einen Feiertag verpasst?

Wir sind gut durchgekommen, hatten keine Verzögerungen und waren somit überpünktlich auf dem Messegelände. Der Presseparkplatz war recht leer, die Schlange kurz und wir sind fix in der Kälte zu Halle 1 gehetzt. Es schneite ja schon vor sich hin und so mussten wir uns beeilen. Immerhin hatten wir einen Regenschirm dabei - man ist ja vorbereitet. Blöd nur, wenn man dann keine Tüte für den nassen Schirm hat *seufz*

In Halle 1 haben wir uns sortiert und sind dann gemütlich nach vorn gelaufen. Es sollte noch etwas dauern bis die Türen geöffnet wurden, also haben wir den Plan zu Rate gezogen und sind durchgegangen wo wir jetzt hin wollten.
Mein Plan führte mich in Halle 5 zu einer Lesung vom Autorenduo Greta Milán und Johanna Danninger. Dort saßen dann schon ein paar Leute und ich habe mich dazu gepflanzt.
Das Buch The Wedding Project (Amazon-Partnerlink) ist eigentlich sehr nah an die TV-Serie 'Hochzeit auf den ersten Blick' angelehnt. Angeblich haben beide Autorinnen das noch nie geschaut - aber irgendwoher muss ja die Idee dazu kommen ;o) Und zugeben will ja auch niemand, dass er sich so etwas anschaut.
Es klang jedenfalls unterhaltsam und so wollte ich das Buch gern erwerben. Leider hat Amazon keinen Stand zum Kaufen und in der Messebuchhandlung gibt es die Bücher natürlich nicht. Aber es gab ein paar Freiexemplare und die wurden verteilt. Das fand ich sehr nett und habe mich natürlich artig dafür bedankt. Das macht heute auch kaum noch jemand *kopfschüttel* Während ich darauf gewartet habe, dass ich an der Reihe war, habe ich mich mit einem Standmitarbeiter nett unterhalten. Da kann man immer viel erfahren und Kontakte knüpfen =o)
Ich konnte mir das Buch signieren lassen und auch ein Foto der beiden Autorinnen knipsen. Nun bin ich gespannt wie sich das Buch wohl entwickeln wird. Nach dem vorgelesenen Part könnte es in zwei Richtungen gehen. Mal sehen welche es wird =o)

LBM Bild 11 Greta Milán und Johanna Danninger

Greta Milán und Johanna Danninger

Während ich also in Halle 5 war, war mein Mann in Halle 2 bei der Signierstunde von Kai Meyer. Den habe ich dieses Jahr gar nicht in Leipzig angetroffen =o( Irgendwie hat es sich nicht ergeben *seufz* Also muss ich bis zum nächsten Jahr warten um ein Foto zu machen und mal wieder ein paar Worte mit ihm zu wechseln.

Da mein Mann schneller fertig war mit seinem Programmpunkt, wollten wir uns bei Ullstein treffen. Vorher habe ich aber noch zwei Bücher gekauft. Und zwar bin ich beim A.P.P. Verlag hängen geblieben und habe mir die Bücher angeschaut. Da sprach mich Emily Key an und hat mir die Bücher ihrer Kolleginnen angepriesen ;o) Ich finde es immer süß, wie die Autorinnen sich untereinander unterstützen. Schlussendlich habe ich eins von Kera Jung und auch eins von ihr gekauft. Beide haben es mir signiert und für ein Bild posiert. Mit einem Beutel bewaffnet bin ich dann weiter.

LBM Bild 12 Emily Key und Kera Jung

Emily Key und Kera Jung

Bei Ullstein habe ich erst Kerstin getroffen, die ein Buch von mir dabei hatte. Im letzten Jahr hatte ich ihr ein Buch von Andreas Eschbach mitgegeben, der nur am Sonntag auf der Messe war. Das lag nun seit der letzten Messe warm und trocken bei ihr daheim und jetzt konnte sie es mir endlich wieder geben =o)
Am Stand von Ullstein wollte ich mir ein Buch von Corina Bomann signieren lassen. Ich hatte sie auch schon erspäht, aber sie war intensiv im Gespräch. Ich habe dann ganz vorsichtig eine Mitarbeitern angesprochen, die so lieb war für mich zu fragen.
Natürlich war die Autorin bereit, das fand ich sehr lieb und so konnte mein Buch signiert werden und ich bekam auch ein Foto - ja, wieder mit mir drauf. Wie immer - einfach ignorieren ;o) Ich hoffe Corina Bomann hat es gut durch die Messe geschafft, sie klang stimmlich schon etwas angeschlagen

LBM Bild 13 Corinna Bomann und meine Wenigkeit

Corina Bomann und meine Wenigkeit

Gegen Mittag stand das Treffen mit dem restlichen KAOS in Halle 2 an. Mein Mann hatte sich doch mal auf den feuchten Weg zum Auto gemacht, also habe ich mich allein auf den Weg begeben. Ich wollte ja auch noch bei Cornelia Franke vorbei schauen, die ebenfalls auf der Messe war. Wir haben ein wenig gequatscht und so nach und nach kamen noch weitere Leute dazu. Mein Mann ist schon mal vorgegangen zum Treffpunkt und ich wollte auch gleich nachkommen, aber so einfach konnte ich mich nicht lösen. Sie hatte bisher ein schei** Jahr. Ich hoffe es geht für sie bald bergauf, auch wenn es ein langer Weg wird.

Da ich zu spät zum KAOS-Treffen kam, kamen die Leute alle zu mir. Es wurde geflauscht, ich verabschiedete mich von Cornelia und wir sortierten uns an die Seite. Bevor wir aber alle einfach nur wild in der Gegend rumstehen konnten, haben wir uns ein wenig aufgeteilt. Die einen wollten die Hallen erkunden, die anderen hatten Hunger. Ich zum Beispiel. Da ich Ilka so gut wie nie zu Gesicht bekomme, sind wir zu dritt durch die Gegend gelatscht. Wir haben kurz was zu futtern geholt und sind dann die Halle 2 abgelaufen. Wir konnten sie für ein Buch begeistern - was ganz leichtes ;o) Nun ist sie auch im Besitz eines Bandes der Amizaras Chronik. Ich bin gespannt wie sie es findet. Später haben wir gesehen, dass sich noch jemand ein Buch der Reihe gekauft hat - man merkt, wir sind halt doch alle gleich zu begeistern.
Danach sind wir weiter durch die Hallen gelaufen. Ich wollte mir in Halle 5 Petra Hartlieb anhören, die allerdings aus einem anderen Buch las als ich gehofft hatte. Leider hat mich ihre Schreibart nicht so sehr angesprochen, also sind wir weiter gelaufen.

LBM Bild 14 Petra Hartlieb

Petra Hartlieb

Es sollte kurz danach eine Lesung zu erotischer Literatur geben, nur ein paar Meter weiter. Als wir da vorbei liefen, war der Text aber alles andere als ansprechend. Es kann einem ja auch nicht alles gefallen, gell?
Zwischendurch sind wir Pia wieder in die Arme gelaufen, die gerade auch mal einen Gang durch die Hallen machte. Das passte ganz gut, weil Ilka ja auch einen gewissen Hang zu Schottland hat =o) Also bildeten wir kurz eine kleine Frauenrunde, bevor sie weiter eilen musste.

An einer weiteren Leseinsel waren viele Stände aufgebaut von Kleinverlagen. Dort lernten wir Manati Herz kennen. Sie verbringt ihr Leben mit einem kleinen Kobold, dem sie ein neues Heim gegeben hat.
Sie hat uns Leseproben mitgegeben und ein wenig von sich erzählt. Mit der Leseprobe werde ich mich mal in Ruhe beschäftigen =o)
Am Ende der Reihe war ein Stand vom Geschichtenschnitzer Swen Kaatz. Wir hatten ihn schon mit seiner kleinen Maus durch die Gänge schleichen sehen und haben uns von seiner Kollegin ein bisschen was erzählen lassen. Das gerade noch fertig gestellte Buch 'Der Geist des Kaffees - Wie der Kaffee nach Sachsen kam' haben wir uns angeschaut und es ist wirklich toll gemacht. Wäre vielleicht was zum Verschenken.
Wir sind dann noch mal nach vorn und haben den Geschichtenschnitzer persönlich getroffen und seine Stollenmaus Kleopatra kennengelernt. Er hat uns auch die Geschichte zu Kleopatra erzählt. So eine Stollenmaus ist schon was tolles, vor allem, wenn man auf der Suche nach Silber ist.
Während wir da so standen, kam Monika um die Ecke und war auch gleich ganz angetan von Kleopatra. So sind wir Weiber - ein putziges Tier und wir sind glücklich ^^

LBM Bild 15 Geschichtenschnitzer und Kleopatra

Swen Kaatz und Kleopatra

Ilka und ich sind dann weiter durch die Hallen gelaufen. Ich wollte in der Glashalle ein Foto von Andreas Eschbach machen, aber die Menschenmenge war zu groß und ich einfach zu klein. So sind wir wieder zurück in Halle 2. Dort wollten wir uns wieder mit den anderen treffen. Die lungerten schon auf dem Boden rum und sahen etwas kaputt aus. Komisch, die waren doch erst ein paar Stunden da *ts* Die Jugend von heute hält nix mehr aus ;o)
Nach einem Foto von Derek Landy, der gerade eine Signierstunde hatte und ein paar Bissen vom mitgenommenen Obst sind wir gemeinsam noch durch die Halle 1 getigert, bis mein Mann und ich zum nächsten Termin wollten. Dort bekam man so einige Cosplayer zu sehen. Manche auch in nicht ganz praktischen Outfits, aber gut ;o)

LBM Bild 16 Derek Landy

Derek Landy

Wir wollten auch heute die Chance nutzen und bei dem Gewinnspiel am LLC-Stand mitmachen. Außerdem hatte ich mir am Abend zuvor die mitgenommene Vorschau angeschaut und wollte gern zwei Bücher erwerben.
Leider wurde beides nichts. Weder die Verlosung noch konnte ich Bücher kaufen. Die Chefin hatte den Verkauf erst ab Samstag gestattet. Naja, da wir am nächsten Tag wieder kommen wollten, habe ich es also für dann aufgenommen.
Ich konnte zumindest ein Bild von Emily Bold machen, die noch am LLC-Stand saß und Bücher signierte. Da ich bisher erst ein Buch der Autorin kannte, habe ich mal nur von weitem geschaut.

LBM Bild 17 Emily Bold

Emily Bold

Als letzten Regeltermin hatten wir noch die Lesung von Jens Lubbadeh. Nachdem wir es witterungsbedingt nicht geschafft hatten in Berlin zu seiner letzten Lesung zu gehen, haben wir die Messe dafür genutzt. Nach der Lesung hat er fleißig signiert und wir waren mit allen Büchern an diesem Tag durch.

LBM Bild 18 Jens Lubbadeh

Jens Lubbadeh

Eigentlich hätten wir nun heim fahren können, aber wir hatten einige Ecken der Messe noch nicht gesehen, also sind wir durch die recht leeren Hallen gelaufen. So habe ich noch einige Flyer und Verlagsvorschauen gefunden und an einem Stand ein kleines Büchlein mit Leseproben in die Hand gedrückt bekommen. Die wollte ich daheim lesen um mich dann vielleicht am nächsten Tag noch mal an den Stand zu begeben.
Ich konnte ja da noch nicht ahnen, dass es noch fies wird bei der Heimfahrt.

Nachdem wir noch ein paar Karten gekauft hatten, hielten wir Ausschau nach Ostergeschenken. Da wurden wir leider nicht so richtig fündig und sind dann doch Richtung Parkplatz gestiefelt. Es hatte den ganzen Tag geschneit und draußen war alles weiß. Das versprach eine gruselige Heimreise.
Wieder trafen wir auf die zwei Bloggermädels aus Berlin und sind gemeinsam zum Auto gezittert. Dort hieß es erst einmal das Auto ausbuddeln. Es war komplett eingeschneit und teilweise vereist. Na prima. Wie soll man so nach Hause fahren?
Mein Mann kroch mit dem Eiskratzer und einem Besen um den Wagen und machte ihn von außen wieder sichtbar.

Die zwei Mädels waren schneller und vor uns auf der Autobahn. Allerdings waren die Straßen so gruselig, dass sie auch nicht so gut vorankamen. Wir hatten einen Schneesturm vom Feinsten und sind teilweise mit 60km/h über die Autobahn geschlichen. Wir hatten gehofft an diesem Abend früher daheim zu sein, Pustekuchen. Es gab viele Unfälle, die Straßen waren glatt, es windete ohne Ende und manche Leute mussten trotzdem rasen. Zum Kotzen!

An diesem Abend sind wir gar nicht so weit gekommen den Koffer neu zu packen. Wir haben nur fix was gegessen und sind prompt wieder auf der Couch eingeschlafen. Der Wecker sollte am nächsten Morgen früher piepsen, weil wir doch Sorge hatten, dass die Straßen gruselig zu befahren sind.
Ganz unrecht hatten wir nicht.

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