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10.

Apr 2013

Cover True Englisch

Eigentlich sollten Rory und ihre beiden College-Mitbewohnerinnen Jessica und Kylie nicht viel gemeinsam haben. Kylie und Jessica sind beide hübsch, groß, blond, auf jeder Party zu finden und - wenn Rory ganz ehrlich ist - auch ein wenig schlampig. Beide suchen sich meist eher friends with benefits, als die große Liebe. Rory ist in vielerlei Hinsicht das genaue Gegenteil: Sie ist zurückhaltend und eher unscheinbar, manchmal ein bisschen gesellschaftlich unbeholfen und sehr ehrgeizig, was ihr Studium angeht. Außerdem geht sie nur sehr selten aus. Trotz aller Unterschiede sind die drei jungen Frauen aber die besten Freundinnen.
Und deswegen können Kylie und Jessica es kaum fassen, als Rory ihnen eröffnet, dass sie mit ihren 20 Jahren noch Jungfrau ist und wollen diesen Zustand schnellstens beheben. Da kommt ihnen Tyler, Jessicas immer-mal-wieder-Bettgeschichte, gerade recht. Er wäre perfekt, um Rory von ihrem Jungfrauen-Status zu befreien. Und da der Bad Boy Tyler definitiv nicht das Material zum festen Freund hat, müssen sie sich auch keine Sorgen machen, dass es zu kompliziert werden könnte. So heuern Kylie und Jessica Tyler an, um Rory ein denkwürdiges erstes Mal zu bescheren. Danach, so sind sich die Freundinnen sicher, ist Rory viel lockerer und kann endlich ihren Traum-Freund finden.
So lautet zumindest der Plan...

Dass bei diesem Plan in True / True - Wenn ich mich verliere von Erin McCarthy einiges schiefgeht, dürfte sich von selbst verstehen. Rory ist in der Tat nicht unbedingt so, wie andere Mädchen. Eigentlich ist ihr das aber ziemlich egal. Ehrlich und sie selbst zu sein, ist ihr wichtiger. Manchmal wäre es ihr aber trotzdem lieber, wenn gerade Männer sie nicht immer nur auf den ersten Eindruck reduzieren würden, denn mit ihrem Sarkasmus und sehr unverblümten Art verunsichert die sonst eher ruhige Rory gerne mal ihre Mitmenschen. Das soll bald auch Tyler herausfinden. Doch anstatt abgeschreckt zu sein, ist er fasziniert von ihr. Eigentlich stünde den beiden nichts mehr im Wege, wenn Rory nicht von Kylie und Jessicas Plan erfährt und natürlich alles andere als begeistert ist.

Auch wenn das jetzt alles eher lustig klingt, so schlägt True / True - Wenn ich mich verliere dennoch oft auch sehr ernsthafte Töne an. Tyler kommt aus einer schwierigen familiären Situation und alles, was er in seinem Leben tut bzw. damit anfängt, hängt mit seiner Familie zusammen. Zwar konnte ich lange nicht alles, was er getan hat gutheißen, er ist aber dennoch ein sehr glaubhafter und starker Charakter, über den ich gerne gelesen habe. Trotzdem ist Rory selbst immer noch der interessanteste und sympathischste Charakter in dieser Geschichte. Obwohl sie tatsächlich manchmal ein bisschen naiv ist (vor allem auf den ersten Seiten...oha), ist sie mir niemals auf die Nerven gegangen. Es ist öfter als einmal passiert, dass ich mir dachte "bitte bitte lass' dich jetzt nicht abwimmeln", ohne wirklich daran zu glauben, dass sie es tun würde - so wie die meisten anderen weiblichen Charakteren über die man so liest - nur um mich dann zu überraschen. Rory ist definitiv eine etwas andere Heldin, die immer ihr Ding durchzieht.
Ich kann allerdings nicht sagen, dass True / True - Wenn ich mich verliere besonders überraschend war. Selbst Details konnte ich ziemlich schnell erahnen und es gab keine großen Wendungen, die etwas Neues geboten hätten. Auch ein bisschen kitschig und unglaubwürdig wird es ab und an. Ich kann aber ganz ehrlich sagen, dass mich das überhaupt nicht gestört hat. Dafür ist Rorys Stimme zu sympathisch und anders.

True / True - Wenn ich mich verliere von Erin McCarthy erscheint am 7. Mai 2013. Auch ein Begleitroman, der von Jessica handeln soll, ist bereits in Planung und soll im Herbst erscheinen, ist allerdings noch ohne Titel.

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