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29.

Apr 2014

Cover Der Sommer der Blaubeeren deutsch

Ellen Branford ist in das kleine Küstenstädtchen Beacon gereist um den letzten Wunsch ihrer verstorbenen Großmutter zu erfüllen.
Diese hat in jungen Jahren in diesem Ort gelebt und wohl einen Mann gekannt, der ihr etwas bedeutet hat. Denn Ellen soll an einen gewissen Chet Cummings einen Brief ihrer Großmutter überbringen.
Ellen hat den Brief gelesen, kann mit dem Inhalt allerdings nicht viel anfangen. Ihre Großmutter entschuldigt sich darin bei diesem Mann für ihren plötzlichen Weggang viele Jahre zuvor und bittet ihn um Verzeihung.

Ellen hat sich für diese Aufgabe ein paar Tage freigenommen und wollte nach 2 Nächten wieder in ihren Wagen steigen um zurück nach Manhattan und ihrem Verlobten Hayden zu fahren.
Doch es kommt alles ganz anders.

Ellen war schon als kleines Mädchen begeisterte Hobbyfotografin und hat ihre neue Kamera natürlich auch auf dieser Reise mit dabei. So steht sie auf einem maroden Steg und versucht eine Statue zu fotografieren, als das Holz unter ihr bricht.
Mit einem Aufschrei versinkt Ellen samt Kamera in den Fluten und wird von der Strömung erfasst. Immer weiter treibt sie aufs Meer hinaus, obwohl sie krampfhaft dagegen anschwimmt. Eigentlich ist Ellen eine gute Schwimmerin, doch das kalte Wasser lähmt ihre Muskeln. Auch die Kamera hilft nicht gerade dabei über Wasser zu bleiben und so trennt sie sich schweren Herzens von Haydens teurem Geschenk.

Ellen hat Glück im Unglück. Ihr Unfall ist nicht unbemerkt geblieben und so kommt schon nach kurzer Zeit ein Mann mit kräftigen Zügen auf sie zu geschwommen. Er gibt ihr Anweisungen, die sie mit etwas Widerstreben ausführt. Denn um von ihrem Retter sicher an Land gebracht werden zu können, muss sich sie an ihn klammern und das Muskelspiel des kräftigen Schwimmers arbeitet an ihrem Körper.
Als Ellen endlich wieder Boden unter den Füßen hat brennt bei ihr eine Sicherung durch. Erst tanzt sie aus Freude über ihre Rettung und dann fällt sie ihrem Retter um den Hals und küsst ihn.
Das schockiert nicht nur Ellen selbst. Doch Roy weiß offensichtlich wie man mit einer durch geknallten Frau umgehen muss, denn kurz darauf sitzen sie in seinem Wagen und er bringt sie zu ihrer Pension.

Völlig durchweicht und von ihrem Unfall geschockt schleppt sich Ellen auf ihr Zimmer. Was hat sie sich nur dabei gedacht diesen Mann zu küssen?
Nun ja, wahrscheinlich eine einfache Überreaktion nach dem Unfall. Nichts worüber sie sich Gedanken machen müsste.
Gleich am nächsten Tag besucht sie diesen Chet Cummings, überbringt Grans Brief und macht sich auf den Weg nach Hause.

Doch so leicht kommt sie nicht davon. Als sie am nächsten Morgen durch den Ort tingelt auf der Suche nach einem Café zum Frühstück, landet sie in einer kleinen gemütlichen Gastronomie. Die Spezialität des Hauses - Cider Küchlein. Obwohl Ellen streng auf ihre Figur achtet - wobei wohl eher Hayden auf ihr Essverhalten achtet - probiert sie diese keinen süßen Gebäckteilchen und ist hin und weg.
Ihre Glückseligkeit hält genau so lange, bis der Wirt sie erkennt. Sie sei doch die Schwimmerin. Bitte was?
Und dann entdeckt Ellen eine Zeitung. Sie und ihr Retter auf dem Titelbild, während sie an seinem Hals hängt. Mein Gott!
Sofort denkt sie an Flucht, doch erst müssen die Zeitungen verschwinden. Sie kauft jedes Exemplar dieser Zeitung, damit sie bloß nicht weiter verbreitet wird. Doch im kleinen Ort Beacon weiß inzwischen sowieso jeder Bescheid.

Jetzt gilt es schnell zu Handeln. Ellen checkt aus der kleinen Pension aus und beschließt Nägel mit Köpfen zu machen. Erst zu Chet Cummings und danach Richtung Heimat.
Doch als sie am Häuschen des vermeidlichen Briefempfängers ankommt, öffnet keiner die Tür.
Nun gut, ein paar Stunden Zeit hat sie ja noch. Also beschließt sie im Grundbuchamt nach dem Haus zu forschen in dem ihre Großmutter früher einmal gelebt hat.
Auch nach Stunden kann sie jedoch keinen Eintrag finden und macht sich so erneut auf den Weg zu Chet Cumming.
/ Wieder trifft sie ihn nicht an, dafür wird sie neugierig von einer Nachbarin beobachtet.
Das Schicksal hat es offensichtlich nicht gut mit ihr gemeint und nach einigem Zaudern überlegt Ellen den Brief einfach von daheim aus mit der Post zu schicken.

Ellen macht sich auf den Weg nach Hause und genießt die schöne Landschaft. An einer kleinen Tankstelle rüstet sie sich für die lange Fahrt nach Manhattan und trifft überraschend auf die Dame aus dem Grundbuchamt. Sie hat eine Überraschung für Ellen - sie hat das Haus ihrer Großmutter gefunden. Ellen ist Feuer und Flamme, denn das Anwesen ist nicht weit von dort.
Ellen hat mit allem gerechnet, aber nicht damit, dass sie zumindest noch das Haus finden würde, in dem ihre Großmutter aufgewachsen ist. Die jetzigen Eigentümer sind liebe Menschen und die Dame des Hauses, Susan Porter, führt Ellen herum. Doch Enttäuschung macht sich breit. Ellen hatte gehofft hier etwas zu spüren was sie mit ihrer Großmutter verbinden kann. Obwohl das Haus noch immer den alten Charme besitzt ist Grans Spur lange verwischt.
Aber Susan hat noch einen Ass im Ärmel. Auf dem Dachboden findet Ellen dann endlich eine Spur aus Grans Vergangenheit. Und was für eine!

Cover The Irresistible Blueberry Bakeshop and Cafe englisch

Als ich dieses Buch bei den Neuerscheinungen des Blanvalet-Verlages entdeckte, wanderte es sofort auf meine Wunschliste. Allein das Cover sprach mich schon an, doch auch die Geschichte klang unterhaltsam.
Einige Wochen später hatte ich dann durch Zufall das englische Original in der Hand und hatte überlegt es zu kaufen. Ich konnte mich beherrschen - der SuB ist hoch genug - und wartete so das Erscheinen des deutschen Bandes ab.

Dann war es soweit - die Erscheinung stand kurz bevor und der Verlag war so lieb mit ein Rezensionsexemplar zu schicken. Natürlich habe ich sofort mit dem Lesen begonnen und erst danach festgestellt, dass ich es nicht vor dem Erscheinungstag rezensieren darf.
Manchmal ist so etwas schon echt fies ^^
Also folgten andere Bücher, während mich dieses eine immer wieder aus dem Regal heraus anlachte. Die ersten 150 gelesenen Seiten sind wie im Flug vergangen und ich wollte unbedingt wieder zurück nach Beacon um zu erleben wie Ellen sich als Großstandpflanze im rauen Klima des Küstenstädtchens schlägt.

Der Schreibstil von Mary Simses ist wunderbar flüssig und charmant. Das Buch liest sich wirklich weg wie nichts und man kann beinahe das salzige Meer riechen, während man mit der Nase im Buch klebt.
Ellen ist eine typische Frau. Sie plant etwas und denkt überhaupt nicht daran, dass ihr Plan schief laufen könnte. Und wie es das Leben immer so spielt, geht natürlich alles schief. Das fängt bei ihrem unfreiwilligen Bad im Meer an und endet noch lange nicht bei ihrem Versuch mehr über ihre Großmutter heraus zu finden.

Der männliche Gegenpart, Roy, ist hingegen einfach gestrickt. Er liebt sein Leben, er liebt seine Heimat und er genießt es Ellen durch einander zu bringen.
Das sie einen Verlobten hat, erfährt er allerdings erst als es schon zu spät ist.
Während Ellen sich immer wieder kratzbürstig gibt, scheint es ihm Spaß zu machen sie zu necken. So freut man sich als Leser natürlich immer auf die nächste Begegenung.
Nach und nach findet Ellen dann auch immer mehr über ihre Großmutter heraus, was sie völlig aus der Bahn wirft, als hätte sie diese Frau nie wirklich gekannt.

Im dem Buch wird immer wieder von Blaubeerfarmen, großen Blaubeerfeldern und einem Café mit den besten Blaubeermuffins überhaupt berichtet.
Sehr zu meiner Freude befindet sich im Umschlag das Rezept für Blaubeermuffins, welches ich natürlich ausprobiert habe ^^
Das Rezept könnt ihr euch auf meinem Backblog Nefs Naschwerkstatt - Blaubeermuffins anschauen.

Mir hat das Buch wirklich super gefallen und ich kann es jedem empfehlen, der auf Geschichten mit Familiengeheimnissen in Verbindung mit Liebesroman steht.

Einen ganz lieben Dank an den Blanvalet-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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