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16.

Mai 2015

Cover Wife by Wednesday englisch

Blake Harrison hat alles. Er ist erfolgreicher Unternehmer, sieht blendend aus und könnte sich jede Nacht eine neue Frau ins Bett holen.
Sein Geld hat er mit einem Transportunternehmen gemacht, das er schon zu Collagezeiten aufgebaut hat - sehr zum Missfallen seines Vaters. Blakes Vater ist fünf Jahre zuvor gestorben und Blake weint ihm keine Träne nach. Zeit seines Lebens war Blake ihm nicht gut genug und der tat alles um gegen seinen alten Herren zu rebellieren. Eines wollte Blake nie sein - wie sein Vater.
Auch nach seinem Tod lässt dieser ihm keine Ruhe. Als das Testament eröffnet wurde, hieß es, Blake würde die 30 Millionen nur erben, wenn er bis zu seinem 35. Geburtstag verheiratet wäre. Nun steht sein Geburtstag kurz bevor und Blake hat überhaupt keine Lust sich zu binden. Um aber seiner Mutter und seiner Schwester, die nur vom Erbe profitieren, wenn er es antreten kann, ihren Lebensstandard zu ermöglichen, muss eine Braut her. Und da kommt Sam Elliot ins Spiel.

Sam Elliot führt eine Vermittlungsagentur für Ehefrauen auf Zeit. Und viel mehr braucht Blake nicht. Die Frau muss ein Jahr lang seine glückliche Angetraute mimen, bekommt dafür eine Stange Geld und am Ende ist der Spuk wieder vorbei.
Statt aber einem Mann gegenüber zu sitzen, stellt sich eine taffe Rothaarige als Sam - Samantha - Elliot vor. Blake ist nicht sehr angetan davon, Frauen machen immer alles komplizierter. Doch Sam weiß was sie kann und vor allem ist Blake auf sie angewiesen. Schon nach 10 Minuten ist klar, Blake nimmt die Agentur in Anspruch und erwartet die Kandidaten.

Sam ist ganz aus dem Häuschen. Wenn sie es schafft Blake unter die Haube zu kriegen, erwartet sie ein satter Gewinn. Davon würde sie ihre Kosten eine Weile decken können und müsste sich keine Gedanken um ihre Schwester Jordan machen.
Diese lebt nach einem missglückten Selbstmordversuch in einem Pflegeheim das exzellente Qualitäten hat, aber eben auch einen hohen Preis. Für Jordan würde Sam beinahe alles tun und legt ihr ganzes Können in diesen Auftrag.
Als sich schon am nächsten Tag Blake wieder bei ihr meldet und sie zu einem Geschäftsessen einlädt, ist sie nervös. Für welche der drei Kandidaten hat er sich entschieden?

Das Samantha Elliot nicht auf den Kopf gefallen ist, hat Blake bereits bei seinem ersten Treffen gemerkt. Sie kennt seinen gesamten Hintergrund und auch er war nicht untätig. Er weiß nun beinahe alles über sie und macht ihr ein Angebot, das ungeheuerlich ist.
Blake will keine der drei Kandidatinnen heiraten - er will Samantha. Dafür ermöglicht er ihrer Schwester das Bleiberecht im Pflegeheim auf Lebzeiten. Er zahlt ihr ein kleines Vermögen, damit Jordan ausgesorgt hat, wenn Sam sich auf eine Ehe für ein Jahr mit ihm einlässt.
Eigentlich steht sie als Agenturchefin überhaupt nicht zur Debatte, doch für Jordan sagt sie zu. Und wie schwer kann es schon sein ein Jahr lang die Ehefrau von diesem wirklich gutaussehenden Mann zu spielen?
Beide sind sich einige - ein Jahr, keinen Tag länger. Aber ihre Sehnsüchte und Gefühle machen den beiden schon nach kurzer Zeit zu schaffen. Und nicht nur Blakes Cousin, der als Zweiterbe im Testament benannt ist, will diese Ehe zum Scheitern bringen.
Sind die beiden dem Druck gewachsen? Und schaffen sie es Gefühle außen vor zu lassen - ein ganzes Jahr lang?

Der erste Teil der Weekday Brides / Eine Braut für jeden Tag-Reihe ist mehr durch Zufall auf meinen Kindle gehüpft. Es klang irgendwie ganz nett und war gerade etwas günstiger, also habe ich zugeschlagen. Ich habe bisher noch nie etwas von Catherine Bybee gehört oder gar gelesen, aber nach diesem sehr unterhaltsamen Einstieg in die Reihe, werde ich sie mit Sicherheit weiter lesen.

Blake ist ein starker Charakter und eigentlich ein Macho. Er ist gewohnt zu kriegen was er will, aber sobald er merkt, dass es Sam nicht so gut geht, wird er zum Softie. Zudem ist er natürlich der Traum einer jeden Schwiegermutter.
Sam hat bereits viel durch in ihrem Leben und ihre Vergangenheit hemmt sie oft ein wenig. Gerade was Vertrauen angeht, ist sie vorsichtig, doch da Blake von Anfang an mit offenen Karten spielt, braucht sie bei ihm keine Angst haben.
Die zwei harmonisieren gut miteinander. Sie passen eigentlich perfekt zusammen und zwischen ihnen knistert es gewaltig. Das ist einem als Leser natürlich sofort klar.
Die Geschichte ist schlüssig, gut geschrieben und mit einer gewissen Prise Humor und Selbstironie eine sehr unterhaltsame Lektüre. Ich habe das Buch gerne gelesen und hoffe, dass die anderen beiden Teile der Reihe dem ersten in nichts nachstehen.

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