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23.

Jan 2016

Cover Wizards First Rule englisch

Richard Cypher ist ein gewöhnlicher Waldhüter. Er lebt mit und im Wald und fühlt sich dort besonders wohl. Sein Bruder, Michael, hat nach dem gewaltsamen Tod des Vaters die Regentschaft über Westland übernommen.
Richard und sein Bruder sind selten einer Meinung und er ist sich nicht sicher wie er Michaels Regentschaft finden soll. Aber eine andere Wahl gab es nicht. Richard hat sich vorgenommen den Mörder ihres Vaters zu finden, Michael jedoch hat es ihm verboten. Warum? Will er den Tod etwa nicht rächen?

Als Richard bei seinen Streifzügen von einer Schlingpflanze angegriffen wird, verletzt er sich. Ein Dorn der offenbar nicht normalen Pflanze bohrt sich in seine Hand. Je mehr er versucht diesen zu entfernen, desto mehr arbeitet er sich in Richards Körper vor. Darum muss er sich später unbedingt kümmern. Heute steht die Feierlichkeit zur Regentschaft seines Bruders an. Unterwegs entdeckt er eine junge Frau, die von Männern verfolgt wird. Das die nichts gutes im Schilde führen ist klar und so macht sich Richard auf ihr zur Hilfe zu eilen.

Die junge Frau, Kahlan, kommt aus dem Land jenseits der Grenze und hat eine ganz besondere Berufung. Sie ist Konfessor - besser gesagt, Mutter Konfessor und auch die letzte ihrer Art. Der Trupp Männer der sie verfolgt ist nicht der erste und wird wohl auch nicht der letzte sein. Als Richard ihr so unbedarft zur Rettung eilt ahnt sie kaum, wen sie da vor sich hat. Sie ist auf der Suche nach dem einzigen Zauberer der ihr und ihrer Heimat helfen kann. Dieser soll sich in Westland verstecken.
Kahlan ist verwundert über Richards Hilfe. Offenbar hält er sie für wehrlos und erkennt ihren Stellenwert nicht. Das soll auch erst einmal so bleiben, beschließt sie.
Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zu Michaels Feier. Kahlan hat keine Ahnung wo sie ihre Suche nach diesem Zauberer beginnen soll und denkt, das Fest wäre wohl eine gute Gelegenheit. Als Michael ihr gegenüber jedoch handgreiflich wird, reicht es Richard und ihr, sie verschwinden und machen sich auf den Weg zu seinem Haus.

Dort angekommen bemerkt Richard einen Eindringling. Irgendjemand scheint etwas gesucht zu haben und befindet sich noch immer dort. So bleibt ihnen nichts anderes übrig als sich auf den Weg zu Zedd zu machen, einem Freund Richards der ihm vielleicht auch bei dem Dornenproblem helfen kann. Da Zedd etwas weiter weg lebt, verbringen sie die Nacht in einem Unterschlupf. Nun erfährt Richard auch woher Kahlan kommt und ist geschockt - niemand kann aus dem Land jenseits der Grenze kommen! Dort gibt es nichts. Oder doch?

Zedd ist ein komischer alter Kauz, den Richard jedoch bedingungslos liebt und der ihm schon so manches beigebracht hat. Als er dort mit Kahlan auftaucht, reagiert dieser merkwürdig. Als würde er Kahlan kennen, tut aber wiederum so, als wenn dies nicht der Fall wäre. Würde der Splitter Richard nicht so zusetzen, würde er wohl direkter nachfragen, aber dazu fehlt ihm die Kraft. So ist es Zedds Aufgabe ihn erst einmal davon zu befreien.
Während sich Richard von seinem Kampf gegen den Dorn erholt, haben Zedd und Kahlan sich unterhalten. Er weiß nun was sie sucht und was sie braucht - und er hilft ihr. Jedoch nicht so, wie sie es sich wünscht.
Als Richard wieder zu sich kommt erhält er von Zedd ein Schwert und wird von ihm zum 'Sucher' ernannt. Richard ist nun der Erde des Schwertes der Wahrheit und hat doch überhaupt keine Ahnung was das für ihn bedeutet.

Wizard's First Rule / Das erste Gesetz der Magie ist der erste Band der The Sword of Truth / Das Schwert der Wahrheit-Reihe die im englischen Original 11 Bände umfasst. Hier geht es um den Sucher Richard und seine Freunde Zedd und Kahlan, die gemeinsam eine Mission haben - ähnlich wie in vielen anderen Büchern also auch.
Terry Goodkind hat einen guten Schreibstil, dem ich selbst im englischen gut folgen konnte. Allerdings sind die Bücher nichts für Zwischendurch. Der Aufbau der Geschichte und vor allem der Welt mit ihren verschiedenen Wesen ist recht komplex. Am meisten haben es mir die 'Mud People' angetan. Ich weiß nicht wie sie im Deutschen genannt werden, aber sie haben eine ganz eigene Art zu leben.

Richard wird - wie die meisten Romanhelden - ohne Ahnung ins Abenteuer geworfen. So hat er keine Ahnung von Magie, wie diese gewirkt wird und was sie eigentlich alles machen kann. Sie gefällt ihm auch nicht sonderlich und lernt im Laufe des Buches sie immer mehr zu hassen. Wie so oft ist der Held der Geschichte ein Mensch dem viel auf Anhieb gelingt. Aber Richard hat trotz allem große Schwachstellen und diese werden von seinen Gegnern gern ausgenutzt. So ist er nicht übermächtig und der Roman wird zu keinem Spaziergang für ihn. Im Laufe der Geschichte entwickelt er sich vom einfachen Waldhüter zum erfahrenen Kämpfer. Diese Entwicklung ist natürlich für die Geschichte wichtig, aber auch für den Leser befriedigend. So manches Mal dachte ich mir beim Lesen 'Oh man, das nicht auch noch', aber Richard wächst an seinen Aufgaben.

Kahlan ist wiederum eine gänzlich andere Figur. Ist sie am Anfang noch beherrscht und kühl, taut sie im Laufe der Geschichte merklich auf. Sie verfolgt ihr ganz eigenes Ziel und doch merkt man, das sie einen weichen Kern hat und ein Herz auch für andere. Das machte sie mir immer sympathischer. So entwickelt auch sie sich weiter bis es für sie zum äußersten kommt.

Und dann wäre da noch Zedd. Den fand ich von Anfang an sehr putzig. Seine Art ist ein wenig tattrig und griesgrämig, dennoch hat er ein großes Herz und versucht sein Bestes um zu helfen. Dass das nicht immer fruchtet steht auf einem anderen Blatt. Im Gegensatz zu Richard lernt Zedd im Laufe der Geschichte vor allem etwas über sich selbst.

Ich werde demnächst mit dem zweiten Band Stone of Tears beginnen und bin sehr gespannt wie es weiter geht nach dem nervenzerfetzenden Ende des ersten Bandes.

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