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05.

Mar 2016

Cover Zwetschgendatschikomplott

Enthält Spoiler zu den ersten Büchern der Franz-Eberhofer-Serie-Reihe.

Das Leben könnte so schön sein in Niederkaltenkirchen, aber für Franz Eberhofer ist gerade alles kompliziert. Sein Freund und Ex-Kollege Rudi ist in eine neue Wohnung gezogen. Nun erzählt er Franz immer wieder wie schön es doch ist auf seinem kleinen Balkon mit dem Blick in den Hinterhof und den vielen Krähen, die sich aus der Abfalltonne des Metzgers ihr Frühstück holen. Allerdings nur so lange, bis eins der neugierigen Tiere einen Finger auf Rudis Balkon fallen lässt. Einen ziemlich hübschen dazu.

Prompt ist Rudi wieder in seinem Element und kraucht des Nächtens in die Abfalltonne um den Rest vom Finger zu finden. Natürlich involviert er seinen Kumpel Eberhofer und steht kurz darauf bei diesem im Büro. Nun hatten sie also einen Mord und das direkt vor Rudis Nase! Bald darauf werden bei Bauarbeiten weitere Leichen gefunden, nun war klar, sie hatten es mit einem Serienmörder zu tun.
Irgendjemand hat es auf kleine Asiatinnen im Dirndl abgesehen. Während die Körper der jungen Frauen kaum Spuren aufweisen, sind ihre Gesichter stark entstellt. So lässt sich natürlich auch kein Foto veröffentlichen.
Die nächste Idee ist die Vermisstenkartei, aber der Erfolg ist mäßig. Woher kamen also die drei Frauen und wieso ist ihr Verschwinden nicht aufgefallen?
Das kann eigentlich nur bedeuten, dass sie nicht in München gemeldet sind. Vielleicht sogar gar nicht in Deutschland. Da bleibt nur ein Verdacht übrig - das Rotlichtmilieu. Und so treiben sich Rudi und Franz - natürlich rein beruflich - in den Puffs der Stadt rum.

Privat hat Franz noch ein ganz anderes Problem, die Rosie nämlich. Diese ist nach der geplatzten Hochzeit abgetaucht und will von Franz nichts mehr wissen. Der ist nach wie vor überzeugt davon, das Rosie sein Ein und Alles ist und gibt dieses Wissen gern nachts, sturzbetrunken und mitten in der Wohnsiedlung zum Besten. Beinahe könnte man mit ihm Mitleid haben, hätte er die Sache nicht eigenständig verbockt.
Aber es kommt noch dicker, die Rosie hat nämlich ein Geheimnis und das haut Franz beinahe aus den Latschen.

Der inzwischen schon sechste Roman um Franz Eberhofer hat nun endlich wieder ein bisschen mehr Krimi zwischen den Seiten. Natürlich nimmt die private Lage des Hauptcharakters viel Raum ein, dennoch zieht sich die Suche nach dem Mörder der Frauen durch das ganze Buch und spitzt sich gegen Ende immer weiter zu. Nachdem ich über einige gewählte Worte auf den ersten paar Seiten stutzig grübelte, ergab sich der Lesefluss ganz von selbst. Kaum ist man drin in der Handlung und grübelt über den möglichen Täter, schon ist das halbe Buch rum.
Der angewandte Sprachstil ist nichts für jeden, aber nach 5 Eberhofer-Krimis hat man sich da schon mal dran gewöhnt und kann sogar im Privatgebrauch mit einigen Wörtern glänzen.

Teilweise hätte ich Franz natürlich an die Wand hauen können, aber das ist nichts Neues. So ist dieser Charakter einfach gestrickt. Neben der Krimihandlung und der privaten Probleme des Polizisten gibt es auch wieder erheiternde Sequenzen mit der allseits beliebten Oma und ein leicht ausuferndes Drama um den Metzgereibetrieb vom Simmerl. Das passt für mich aber alles wunderbar mit in diese Geschichte, das es nicht vom eigentlichen Plot ablenkte.

Mir hat dieser Teil wieder sehr gut gefallen. Einen ganz lieben Dank an Nathalie für die Leihgabe.

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