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11.

Dec 2019

~nef
Rezensionsexemplar

Right for Love: Gibt es dich?

Tags: Leben, Romantik
Cover Right for Love

Emma, von allen nur Georgie genannt, macht es in erster Linie allen Anderen Recht. Schon im Kindergarten ändert sie ihren Namen, weil ihre neue beste Freundin Emma doof findet. Im Job ist sie zwar recht erfolgreich, aber er erfüllt sie einfach nicht. Was auch ihrem Chef zu verdanken ist, der ständig alles bei ihr ablädt. Einzig Alex, ihr Kollege und inzwischen auch Ex-Freund ist ein Lichtblick. Dumm nur, dass er sich offenbar noch immer wünscht, dass sie wieder zusammen kommen, während Emma das Wort 'Liebe' bislang nicht deuten kann. In ihrem bisherigen Leben hat es nie die knisternde Gefühlswelt, die Schmetterlinge im Bauch und das unendliche Sehnen nach seinen Armen gegeben.
Das war mit einer der Gründe, warum Emma zwei Jahre zuvor die Beziehung beendet hat. Sie wollte sie finden, diese Liebe von der alle nicht genug kriegen können und die sie einfach noch nicht gefunden hat.

Nach einem weiteren angespannten Arbeitstag im Büro landet Emma in einer düsteren Eckkneipe mit einer wahrhaften Erscheinung als Barkeeperin. Die beiden sind fast alleine in der Kneipe und so tut Emma genau das, was sie alle an der Bar machen - dem Barkeeper ihr Herz ausschütten. Als sie dem Alkohol schon etwas mehr zugesprochen hatte, hört sie ihn plötzlich - ihren Mr. Right. Und das gleich in doppeltem Sinne. Beim Klang seiner Stimme beginnt etwas in ihr zu schwingen und macht sie ganz hibbelig, während sie doch endlich ihren Weg findet.
Aber wie findet man einen Mann, der nur eine Stimme hat? Dank der Barkeeperin hat Emma bald den Namen der Band und macht sich daheim auf die Suche nach Informationen - und natürlich nach Bildern. Und da ist er - Jason Right. Sänger und Songwriter der Band Green Lemon. In einem Musikportal wagt sie den ersten Schritt und schreibt ihm eine Nachricht. Als er ihr dann auch noch antwortet gerät Emmas bisherige Welt aus den Fugen. Dieser Mensch am anderen Ende der Leitung ist ihr Gegenpol und den gilt es zu finden. Nur wie stellt man das an ohne als Groupie abgestempelt werden?

In den nächsten Wochen verändert sich Emma und auch ihre Einstellung zum Leben. Als Jason sie auf eine Art Selbstfindungstrip nach Irland schickt gibt es für Emma kein Halten mehr. Sie wollte immer reisen, die Welt sehen und so viel Neues entdecken. Mit jedem Ausflug mehr, kommt sie Jason ein Stück näher. Aber steht er genauso zu ihr, wie sie zu ihm?
Emmas Freundin Sarah hat zudem nichts Besseres zu tun als ihren Zweifel Zunder zu geben. Wird sie am Ende den Schritt wagen?

Right for Love: Gibt es dich? ist das erste Buch von Jo Jonson, welches ich gelesen habe und ich bin ziemlich angetan. Die ersten 50% des Buches lasen sich weg wie nichts und ich musste wirklich aufpassen, dass ich nicht vergesse an meiner Haltestelle auszusteigen. Im Verlauf wurde der Stil nicht schlechter, mir sagten nur nachher die Aktionen der Figuren nicht mehr so richtig zu.
Das Emma diese Reise nach Irland unternimmt fand ich großartig - was natürlich auch daran liegt, das ich Irland großartig finde ;o) Die Beschreibungen waren gut und man hatte wie Emma das Gefühl, man würde mit ihr durch Irland wandern.

Was ich an Emma nicht mochte, war ihre Art alles hinzunehmen. Mir fehlte da mal ein richtiger Ausraster - gerade ihrer Freundin gegenüber. Emma wirkt in ihrem Alltag sehr grau. Dabei ist sie das gar nicht. Und das ist sehr schade. Ihre Selbstzweifel machen viel kaputt und bringen nicht nur mich als Leser an meine Grenzen. Zwar macht sie eine Entwicklung durch während der Geschichte, aber tendenziell lässt sie sich viel zu sehr von anderen beeinflussen was ihr am Ende nicht gut tut.
Mit Sarah, Emmas Freundin, bin ich überhaupt nicht klar gekommen. Das ist ein Charakter den man von mir aus gern streichen könnte. Auch wenn ich einsehe, dass so gewisse Reibungspunkte immer sein müssen. Sonst wird es ja auch langweilig. Alex hingegen ist beinahe noch schlimmer als Emma - vor allem ihr gegenüber. Er hilft ihr wo er kann, kümmert sich und benimmt sich mehr wie eine Glucke, statt eines Freundes. Eine Sache am Ende des Buches hat mich allerdings über ihn besonders den Kopf schütteln lassen. Das war doch etwas sehr weit hergeholt.

Meine Lieblingsfigur ist eigentlich Randy, die Barkeeperin. Die ist tough, sagt was sie denkt und handelt auch danach. Wer solch eine Freundin hat, hat im Leben alles richtig gemacht. Ich finde jeder sollte eine Randy haben ;o) Ich bin mit diesem Buch ziemlich glücklich und werde sicher weitere Bücher der Autorin lesen.

Einen lieben Dank an Digital Publishers für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde - natürlich - nicht beeinflusst durch die Vergabe.

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