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06.

Jul 2020

Cover Toni Morales und die Töchter des Zorns

Antonio Morales hatte sich auf ein etwas ruhigeres Leben eingestellt, nachdem er zusammen mit seiner Frau Melanie aus Madrid nach Palma gezogen ist. Der ehemalige Europol-Mitarbeiter hat beim mallorquinischen Morddezernat jedoch auch etwas Spezielles im Sinn. Sein Halbbruder wurde 2 Jahre zuvor auf Mallorca ermordet und die Ermittlungen seiner Ansicht nach zu früh eingestellt. Natürlich ist er nicht nur deswegen nach Mallorca gekommen, dennoch hofft er die Zeit zu finden sich genauer mit den Umständen des gewaltsamen Todes seines Bruders auseinander zu setzen.

Kaum einen Tag auf der Insel wird er jedoch bereits zu einem frischen Fall gerufen. An Palmas Stadtmauer kam eine 90 Jahre alte Nonne zu Tode. Man könnte natürlich meinen, dass die alte Dame die Wärme nicht so gut vertragen hat und einfach gestürzt sei. Der Gerichtsmediziner macht ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung. Die Tote hat Druckspuren und es ist anzunehmen, dass sie gestoßen wurde. Kurz vor ihrem Tod war sie zusammen mit einer Frau gesehen worden und auch bei der Besichtigung einer Kathedrale gab es einen Vorfall mit einem Touristenpärchen. Aber wer würde eine Nonne umbringen wollen? Nun beginnen die Ermittlungen, doch die Tote scheint es eigentlich nicht zu geben.
Sein einziger Anhaltspunkt ist der Stift in dem die Tote seit kurzem lebte, doch auch hier kann ihm kaum jemand etwas zu der Frau sagen. Seine Ermittlungen drehen sich im Kreis und so muss er seine Beziehungen spielen lassen. Seine Ex-Kollegen in Madrid buddeln immer tiefer und fördern einen riesigen Skandal ans Tageslicht. Das Motiv hätten sie damit gefunden, aber wer war nun der Mörder?

Auf der eigentlich beschaulichen Insel Mallorca hat Toni nun alle Hände voll zu tun. Neben dem Wunsch den Mörder seines Bruders zu finden, mehr Zeit für seine Ehefrau zu haben und die exzentrische Schwiegermutter Adelheid zu bändigen, wird er nun auch noch mit einer charmanten neuen Kollegin und einer alten Flamme als Chefin konfrontiert. Das Chaos ist vorprogrammiert und es scheint so, als wenn der Mörder nicht nur ein Opfer auserkoren hat.

Der erste Teil um Toni Morales und seine Kollegin Catarina Pérez ist furchtbar spannend und hat es geschafft mich aus meiner Leseunlust zu reißen. Das alleine sagt schon viel über die Geschichte aus. Es gibt eine kleine Einleitung bevor der Mordfall die ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt und man kann ganz schwer aufhören mit dem Lesen.
Ich hatte ein wenig Sorge wie es mit Toni und seiner neuen Chefin so laufen könnte. Aber die war unbegründet. Natürlich gibt es ein wenig Zündstoff, aber nichts worüber ich mir Gedanken machen musste. Ihr kennt ja inzwischen meine Gedanken zu zwischenmenschlichen Vorkommnissen in gemischten Lebenssituationen ;o)

Sehr schön fand ich auch, dass man zwar einiges aus dem privaten Leben der Ermittler erfährt, es aber nie zu sehr in den Fokus rückt wie bei manch anderen Kriminalgeschichten. Das private Leben kommt hier nicht in die Quere und erfüllt lediglich den Zweck die Personen besser kennenzulernen.

Ich habe an diesem Buch rein gar nichts auszusetzen, außer vielleicht, dass es erst der erste Teil ist und ich auf den nächsten noch eine Weile warten muss :o( Von mir also eine glasklare Leseempfehlung.

Einen lieben Dank an die Autorin Elena Bellmar für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Dafür gibt es jedoch keinen Pluspunkt ;o)

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