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13.

Apr 2026

~nef

Ut og stjæle hester / Pferde stehlen

Cover Pferde stehlen

Trond zieht mit 67 nach Ostnorwegen, raus aus der Stadt, hinein ins ruhige Idyll eines kleinen Waldes und vor der Tür den See. Hier holt er sich das, was er schon lange gebraucht hat: Ruhe und Abstand. Doch so ganz ruhig ist es auch hier nicht. Gemeinsam mit seiner Hündin Lyra durchstreift er die Landschaft und überlegt sich, was er alles für Arbeiten erledigen muss um den nahenden Winter zu überbrücken.
Als eines Tages ein fremder Mann vor ihm steht, holen ihn die Erinnerungen an einen besonders Sommer 50 Jahre zuvor ein.

In jenem Sommer erlebte er mit Jon, einem Nachbarsjungen, magische Momente. Sie durchforsteten den Wald, schwammen im See und halfen ihren Vätern bei der Arbeit. Dieser eine Sommer brachte sein ganzes Leben durcheinander. Er lernte sich selbst besser kennen, entfernte sich jedoch von seinem Vater. Er entdecke die ersten Empfindungen dem anderen Geschlecht gegenüber und erfuhr was Trauer ist.
Nach diesem Sommer, in dieser Hütte am See, war nichts mehr wie es einmal war. Aus Trond wurde ein anderer Mensch, ein Erwachsener und jemand auf den man sich verlassen konnte.
Auch viele Jahre später sucht er nach Antworten, die ihm erklären was seinen Vater damals dazu bewegte.
Kann ihm der Fremde dabei helfen zu verstehen? Und wie ist seine eigene Rolle als Vater?

Ich bin auf dieses Buch durch den Podcast von Sarah Sophie gestoßen. Ihr Geschmack ist eigentlich ganz weit weg von meinem, und doch landete dieses Buch auf meiner Wunschliste und dann auch in meinem Regal.

Es ist ein besonderes Buch und eine besondere Art des Geschichten Erzählens. Die Geschichte ist ruhig erzählt, ohne Drama ohne Wendungen. Man begleitet eigentlich einen Mann dabei zu sich selbst zu finden und damit auch den Bezug zu seinem Leben.
Mir hat die Art wirklich gefallen und ich habe die Geschichte von Trond, Jon und den anderen gern gelesen. Einzig die vielen Sprünge waren anstrengend. Oftmals wusste man gar nicht in welcher Zeit und an welchem Ort man jetzt eigentlich ist. Das hat den ganzen Ablauf etwas durcheinander gebracht.

Ich werde sicher noch mal einen Roman von Per Petterson lesen, denn es scheint hier tatsächlich einige Verbindungen zu geben.

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