04.Mai 2026 |
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Lessons in Chemistry / Eine Frage der Chemievon Bonnie Garmus
Tags:
Gesellschaft
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1950 studiert Elizabeth Zott an der UCLA Fakultät, als ihr Forschungsleiter dachte er hätte leichtes Spiel mit ihr. Doch er hatte die Rechnung ohne Elizabeths Zorn und ihren Bleistift gemacht. Nachdem er sie körperlich erniedrigt hatte und sich an ihr vergehen wollte, hatte sie ihm ihren Bleistift in den Bauch gerammt.
Ihren Master konnte sie damit vergessen und auch Hilfe von der Polizei. Sie wurde als hysterisch abgestempelt, wie jede Frau die sich wagte zu handeln.
2 Jahre später arbeitet sie am Forschungsinstitut Hastings und trifft auf den berühmten Wissenschaftler Calvin Evans. Sie ist weder an ihm noch seiner Arbeit interessiert, sie will lediglich Arbeitsmaterial bei ihm abholen, das sie dringend braucht. Ihr ganzes Auftreten und ihre Aura sprechen Calvin an und so lernen die zwei sich schon bald lieben.
Sie könnten gegensätzlicher nicht sein und doch verbindet sie so viel. Die anderen Wissenschaftler können ihnen den Boden nicht auf dem sie laufen und das spürt Elizabeth vor allem, als sie mit Calvins Kind schwanger ist und plötzlich allein dasteht.
Elizabeth ist anders als die anderen Frauen, unangepasst und selbst lenkend. Das imponiert einigen wenigen und bringt andere gegen sie auf. Aber sie behauptet sich, schafft es ihr Kind allein zu erziehen und will wieder in ihrem Beruf als Chemikerin arbeiten. Doch das Leben in den frühen Sechzigern ist hart und noch nicht bereit für eine Frau für Elizabeth.
Als ihr ein Sender eine Kochshow anbietet überlegt sie lange und schafft es Beruf und Berufung zu verbinden. Sehr zum Missfallen der Männer in dieser Welt, doch die Frauen liegen ihr zu Füßen und starten endlich selbst damit ihr Leben zu bestimmen.
Lessons in Chemistry / Eine Frage der Chemie ist ein stark gehyptes Buch, das es eigentlich durch Zufall in meine Hände geschafft hat. In meiner Lieblingsbuchhandlung stand es unter den Neuerscheinungen und es klang einfach gut. Rebellisch für die Zeit und einfach mal was anderes als die viele anderen Romane.
Der Roman beginnt stark, man verbündet sich sofort mit Elizabeth und hat quasi sofort einen schwellenden Hass auf die Männerwelt.
Calvin ist jetzt nicht zwingend der Herzensbrecher schlechthin, aber man schließt in sofort ins Herz. Er hat es nicht leicht gehabt in seinem Leben und so wundert es kaum, dass er so kühl geworden ist anderen gegenüber.
Als die beiden dann ein Paar werden, profitieren beide davon. Da aber zu Beginn bereits klar ist, dass Elizabeth alleinerziehende Mutter sein wird bleibt es nicht lange glücklich und am diesem Zeitpunkt geht es mit dem Buch auch stark bergab. Schon die Einführung von 'Halbsieben' war grenzwertig. Ich habe überhaupt nichts gegen einen tierischen Charakter in einem Buch und er darf auch gern intelligente Züge haben - wir Menschen denken eh zu oft, wir sind die Krone der Schöpfung - aber was zu viel ist, ist zu viel.
Und während ich vom Hund schon genervt war, wurde mir Elizabeth immer unsympathischer. Ihre Tochter hat dann den Vogel abgeschossen. Das Buch war einfach nur noch völlig übertrieben, hatte keinen Flair mehr und ich habe mich durch die Seiten gequält.
Ohne eine Leserunde dazu, hätte ich es abgebrochen. Die Hauptcharaktere im Buch wurden als Überwesen dargestellt, die allen anderen überlegen waren und das auch immer heraushängen lassen mussten. Wirklich schade.

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