08.Jun 2026 |
The Lost Bookshop / Der verschwundene Buchladenvon Evie Woods
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Opaline liebt Bücher. Diese Liebe hat sie von ihrem Vater, der leider viel zu früh gestorben ist. Mit ihren 21 Jahren ist sie nun alt genug um das Haus zu verlassen. Das geht auf zwei Arten - eine Anstellung finden oder einen Mann heiraten. Da ihr Bruder seit dem Tod des Vaters das Sagen hat, hat er ihr einen gut betuchten Mann rausgesucht. Doch Opaline denkt gar nicht daran zu heiraten und flieht.
Mit wenig Geld in der Tasche und einigen persönlichen Dingen, landet sie schließlich in einem kleinen Ort in Irland. Hier wird ihr Bruder sie nicht finden, so hofft sie.
Henry war auf der Suche. Er suchte die Anerkennung, die er in seinem Leben bislang nie erhalten hatte - weder von seiner Familie noch für seine beruflichen Leistungen. Und er suchte den Buchladen, den es in der Ha'penny Lane geben sollte. Ein altes Schriftstück weißt auf diesen Laden hin, der so viel Bedeutung haben könnte. Doch alles was es in der Straße gibt, sind Wohnhäuser, keine Buchhandlung.
Und dann findet ihn etwas, oder besser jemand. Und plötzlich verschieben sich die Dinge in seinem Leben, die von Bedeutung sind.
Martha möchte am liebsten mit der Wand verschmelzen, von niemandem gesehen werden und so wenig Zeit wie möglich außerhalb des alten Herrenhauses verbringen. Sie hat hier eine Anstellung als Hausmädchen bekommen, wohl vor allem, weil es sonst niemand mit der Dame des Hauses aushält. Doch Martha ist alles recht, Hauptsache sie kann überleben und sich vor ihrem gewalttätigen Ehemann verstecken.
Mit der Verschrobenheit von Madame kommt sie zurecht. Als plötzlich ein Mann vor ihrem Fenster hockt und versucht etwas im inneren des Hauses zu erkennen, erwacht in Martha etwas. Soll sie sich wirklich ihr ganzes Leben lang verstecken müssen?
The Lost Bookshop / Der verschwundene Buchladen hat mich im Buchladen einfach so angelacht und allein schon wegen des Covers musste ich es zur Hand nehmen. Der Klappentext verrät nicht sehr viel, so dass es ein bisschen überraschend war während des Lesens. Ich habe mit den Protagonisten so mitgelitten und mit gefiebert. Es gab viele schöne Momente, aber auch viele sehr emotionale.
Die Zeitlinie mit Opaline spielt 1921 aufwärts, während Martha und Henry in der Gegenwart aufeinander treffen. Tatsächlich hatte ich manches Mal das Gefühl mich zu verlesen, wenn Martha ein Handy in die Hand nimmt oder dergleichen, weil die gesamte Geschichte irgendwie ein älteres Setting vermittelte. Die Art, wie sie miteinander umgehen, ihre Sprachweise und natürlich auch das Umfeld. In dem alten Herrenhaus, in dem Martha arbeitet und lebt fühlt sich alles wie in den frühen Jahren an.
Das war vielleicht nicht so ganz gelungen, da so vieles irgendwie unterging.
Jede Figur macht eine wichtige und auch nachvollziehbare Wandlung durch. Das hat mir sehr gefallen und auch der Weg dahin war in einem angemessenem Tempo beschrieben.
Für mich war es das erste Buch von Evie Woods, aber ich habe noch ein weiteres Buch von ihr im Regal stehen. Mal sehen ob es mich wieder überraschen wird.

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