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06.

Jul 2026

~nef

Stille Nacht im Schnee

Stille Nacht im Schnee

Weihnachten steht vor der Tür und verspricht interessant zu werden. Wie jedes Jahr kommt die Familie zusammen um gemeinsam in der Almhütte Weihnachten zu verbringen und sich den Bauch mit Käsefondue vollzuschlagen.
Als hätte Väterchen Frost etwas besonders vor, lässt er es ohne Ende schneien. Zuerst wirkt alles idyllisch, als aber Straßen, Schienen und ganze Häuser eingeschneit werden, wird es langsam ungemütlich. Elisabeth und Pascal geben sich alle Mühe, damit es doch noch ein schönes Fest wird.

Eine fröhliche Weihnachtsstimmung möchte sich in diesem Jahr trotz der weißen Pracht nicht einstellen, denn die Familienmitglieder haben alle ihr eigenes Päckchen zu tragen.
Schwiegertochter Gesine ist von Grund auf genervt und fühlt sich von allen missverstanden. Sohn Cord hat seine Ehefrau daheim gelassen und will nicht darüber sprechen. Tochter Cleo taucht mit einem Fremden an ihrer Seite auf - wieder einmal. Und als ihr Hund dann auch noch das Haustier des Enkelsohnes gefressen haben soll, ist das Chaos perfekt.
Da die Stimmung eh schon kippt, fällt auch noch der Strom aus und sie sind von der Welt abgeschnitten. Nun müssen sie da irgendwie durch - durch dieses Weihnachten.
Und dann gibt es da noch das Geheimnis, das Elisabeth und Pascal haben und das sie erst ganz zum Schluss preis geben wollen. Wie wird die Familie es aufnehmen?

Ich liebe die Bücher von Alexander Oetker und könnte sie immer wieder von vorn anfangen, wenn ich gerade durch bin.

Man erfährt als Leser erst mit den anderen Charakteren zusammen, welches Geheimnis Elisabeth und Pascal hüten und das macht es natürlich sehr spannend. Im Laufe der Geschichte werden immer wieder kleine Anspielungen gegeben, aber ich wäre nicht drauf gekommen. Allerdings bin ich generell schlecht in solchen Dingen. Das macht das Krimilesen um so spannender ^^
Ich mag es, dass der Autor es mit nur wenigen Seiten schafft, so viele verschiedene Charaktere so zu beschreiben, dass man ein genaues Bild hat. Gar nicht mal die Äußerlichkeiten, sondern die Eigenschaften der Menschen.

An den gemeinsamen Weihnachtstagen rückt jeder mit seinen Problemen und Gedanken raus und so können am Ende mehrere Herzen geheilt werden. Das macht es für mich zu einer absoluten Leseempfehlung, nicht nur zu Weihnachten. Am Ende Bedarf es nicht viel, ein offenes Ohr, ein guter Rat oder einfach mal eine gut gemeinte Ansage.
Ich werde Stille Nacht im Schnee sicherlich noch einmal lesen und freue mich bereits jetzt darauf.

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