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29.

Jun 2026

~nef

Mord im Museum

Mord im Museum

Als Molly ihr neues Haus in Little Haddock das erste Mal von innen sieht, ist sie zu gleichen Teilen schockiert und fasziniert. Im Eingangsbereich erwarten sie ausgestopfte Krähen die an der Decke hängen und sich leicht im Kreis drehen.
Nur eine Tür weiter wartet eine ältere, charmante Frau auf sie - eine Wachsfigur von Miss Marple. Sie ist das Herzstück der sonderbaren Ausstellung rund um berühmte Krimiautoren, ihre Bücher und deren Figuren. Als Anverwandte 16. Grades ist sie die alleinige Erbin des imposanten Gebäudes, das ganz treffend den Namen 'The Sixteen Corners' trägt. Man könnte meinen es hätten sich viele verschiedene Architekten eine kleine Ecke des Hauses vorgenommen, so dass es am Ende 16 Ecken hatte und innen mit so mancher Überraschung aufwartete.

Molly hatte sich gegen ihr Leben in London und für Cornwall entschienden. Hier wollte sie ihr Herz heilen lassen und endlich einen Liebesroman schreiben. Der Ort scheint jedoch nicht gerade auf Liebesvibes aus zu sein.
Als ein Mann das kleine Museum besucht und es verwüstet zurück lässt, ist Molly außer sich. Auf der Verfolgungsjagd läuft sie zwei Dorfbewohnern über den Weg: Charlotte und Dexter mit seinem Hund Flambeau. Als sie ihnen berichtet, was passiert ist, sind sie schockiert.
Der kleine kleptomanische Beagle sträunert währenddessen herum und macht einen Fund, der Molly vollends zweifeln lässt, dass dieser Flecken Erde das richtige für einen ruhigen Neuanfang ist.
Der Mann aus dem Museum ist mausetot, erschlagen um genau zu sein. Und damit fangen die Probleme erst an.

Bei meiner kleinen Shoppingtour bin ich über dieses Cover gestolpert und nach einem Blick auf die Rückseite, habe ich mir gedacht: Das klingt unterhaltsam, das nehme ich mal mit.
Und ja, es ist wirklich unterhaltsam. Dafür sorgen nicht nur die verschiedenen Charaktere, sondern vor allem auch das kleine Museum mit der Wachsfigur.

Man darf diesen Krimi nicht bierernst nehmen, damit kommt man nicht weit und wird vermutlich schnell genervt sein. Die Charaktere sind gut umrissen, so dass ich mir alle gut vor Augen führen konnte. Das besondere Highlight ist natürlich die Miss Marple-Figur, die ihre ganz besonderen Eigenheiten hat.
Der Fall an sich geht recht zügig voran, da das Buch aber auch nur knapp 300 Seiten hat, bleibt für lange Ermittlungsarbeit kein Platz. Somit sind die Lösungen oftmals zu offensichtlich.

Trotzdem hatte ich viel Spaß beim Lesen und werde ganz sicher auch den im Dezember erscheinenden zweiten Teil zulegen.
Wem übrigens schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammenläuft, der findet am Ende des Buches das Rezept für einen besonderen Kuchen. Ich werde ihn bestimmt ausprobieren - abgewandelt.

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