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36 - 40 von 1535 Rezensionen auf der Seite.

12.

Feb 2020

~nef

Stableford

Tags: Krimi
Cover Stableford

John Stableford, seines Zeichens Literaturprofessor, ist auf dem Weg nach Peters Head. Ein Ort, von dem er noch nie gehört hat und der allein vom Namen her kein bevorzugtes Reiseziel für ihn wäre. Dennoch ist er samt Golftasche im Gepäck im Zug unterwegs zu einem Golfturnier.
Mysteriöser Weise erhielt er von seiner Bank als langjähriger Kunde eine Einladung für ein Golfwochenende auf dem hiesigen Golfplatz.
Skeptisch war ja schon nach Erhalt des Briefe, als dann aber ein Zugticket eintraf, machte er sich neugierig auf den Weg.

Im Speisewagen setzt sich eine überaus hübsche junge Dame mit einem Kriminalroman zu ihm an den Tisch. Auch er hat eine Leidenschaft für derlei Literatur entwickelt, natürlich nur rein aus Neugier das Rätsel zu lösen, dass den Mord einleitet.
Er ahnt noch nicht, dass er dieses reizende Geschöpf bald wiedersehen würde. Zurück in seinem Abteil lernt er eine sehr schweigsame Familie kennen. Während die Tochter in ein Magazin vertieft ist, das öffentlich nicht gelesen werden sollte, ist die Mutter ein reines Nervenbündel. Offenbar fühlt sie sich unwohl und verfolgt. Der Vater dieser merkwürdigen Familie hingegen ist mürrisch und sichtlich genervt. Na das kann ja noch eine heitere Fahrt sein.
Stableford beschließt ein wenig zu dösen.

Am Endhaltebahnhof wird er erst vom Schaffner geweckt und aus dem Zug gebeten. Seine Mitfahrgelegenheit zum Peters Inn, in dem ihm ein Zimmer reserviert wurde, ist bereits abgefahren und so steht er etwas verloren im Bahnhofshäuschen. Der Bahnvorsteher ruft ihm jedoch einen Wagen, der ihn heute noch an sein Ziel bringen soll.
Ein weiterer Mann steht verloren vor dem Bahnhof, auch sein Weg sollte zum Peters Inn führen und so besteigen sie gemeinsam den Wagen.

Die Fahrt ist alles andere als angenehm, liegt Peters Head doch am entlegensten Zipfel der Küste auf einer kleinen Landzunge. Die Brücke über den Fluss ist kaum noch als solche zu betiteln und auch das nächstliegende Örtchen Peters Peter gleicht einer Geisterstadt. Einzig das Peters Inn mit angrenzendem Golfplatz scheint bewohnt zu sein. So landen Stableford und sein Begleiter Mr. Fitzpatrick im Inn und treffen auf einen Teil der anderen Teilnehmer des Turnieres.
Darunter Dr. Perceval Holmes, einem Psychoanalytiker, der vom gleichen Schlag zu sein scheint wie John. Auch die merkwürdige Familie aus dem Zug ist anwesend und außer diesen sechs noch ein weiteres Pärchen - die Dame aus dem Speisewagen und ein männlicher Begleiter. Schade.

Am nächsten Tag sollte das Golfturnier starten und die Fremden machten sich zaghaft miteinander vertraut. Es sollte in 2 Gruppen gespielt werden, damit das Turnier nicht zu lange dauert, denn ein Sturm zog bereits auf. Mit viel Glück würden sie nur ein wenig nass werden, vor Ende des Spieles.
Als Stablefords Gruppe am dritten Loch angekommen ist, erschallt ein lauter Ruf, für den Golfplatz jedoch nicht unüblich. Da hatte jemand den Ball verschlagen und signalisierte so den anderen Vorsicht walten zu lassen.
Der Ball landete mitten in der Hecke und neben William Slocum, Ms. Harriet Taylors Begleiter, hatte auch Mr. Fenshaw wenig Glück gehabt. Der Wind machte ihnen allen zu schaffen und zu allem Überfluss regnete es nun auch noch.
Als sich die Gruppenmitglieder auf die Suche nach ihren Bällen machten, gellte erneut ein Schrei. Dieses Mal von einer Frau und kurz darauf standen alle Spieler auf einer Lichtung innerhalb der großen Hecke und schauten auf den offensichtlich toten Mr. Slocum, neben ihm eine aufgelöste Ms. Taylor mit einem blutverschmierten Golfschläger in der Hand.

Auf den ersten Blick scheint Harriet die Mörderin zu sein, doch Dr. Holmes macht eine interessante Entdeckung und schon bald sind die vom Sturm Eingesperrten, Teilnehmer eines eigenen Kriminalfalles.
Da John zum Zeitpunkt des Todes von Mr. Slocum weit entfernt von der Hecke seinen Ball suchen durfte, wird er zum Ermittler auserkoren. Auf die Polizei können sie leider nicht warten, die Telefonleitung ist tot und die Wege dank des Wetters unpassierbar.
Jetzt muss Stableford beweisen, dass er in seinen Detektivromanen auch etwas gelernt hat.

Nun endlich bin ich auch mal dazu gekommen den ersten Teil der Detektiv John Stableford-Reihe zu lesen. Mein Mann hatte sich das Buch gekauft und inzwischen die Reihe komplett durch. Ich ziehe jetzt nach.
Ich hatte die Befürchtung dass Golf in Stableford total im Vordergrund steht, aber das tut es glücklicher Weise nicht. Klar, es ist Mittel zum Zweck weil es ohne diesen Sport das Turnier nicht geben würde, aber es wird nicht in einer Tour darüber gesprochen.
Das Setting ist nach bester Agatha Christie Manier gewählt. Ein Haus, abgeschnitten von der Außenwelt, alle haben etwas zu verbergen und jeder könnte der Mörder sein. Ich liebe solche Bücher!

Stableford geht sehr systematisch an die Aufklärung ran und versucht unvoreingenommen zu sein, jedem Gegenüber. Nun ja, fast jedem ;o)
Ich mochte die Art von Stableford und Holmes total gerne. Die beiden passen super zusammen als Gesprächspartner und Holmes hat auch immer einen gewissen Humor dabei. Es machte wirklich Spaß das Buch zu lesen, auch wenn es am Ende etwas übertrieben tot war. Aber das müsst ihr dann alleine lesen.

Wir haben Rob Reef auf der Buch Berlin getroffen und er ist ein sehr sympathischer Geselle. Man kann sich richtig vorstellen, wie er an seinem Schreibtisch sitzt und seine Charaktere über das virtuelle Schachbrett zieht.
Derzeit lese ich an Band vier der Reihe, den ich euch dann sicherlich nächste Woche vorstellen kann.

Ich kann die Reihe wirklich empfehlen, sie ist einfach unterhaltsam.

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05.

Feb 2020

~nef

Rezensionsexemplar

Chasing Shadows / Herzklopfen zum Dessert

Tags: Romantik
Cover Herzklopfen zum Dessert

Es handelt sich bei diesem Roman um den dritten Teil der First Wives / Diesmal für immer-Reihe.

Avery Grant hat auch ein Jahr nach dem Vorfall immer wieder Albträume. Der Täter ist damals ermordet aufgefunden worden und doch findet sie keine Ruhe.
Sie hat sich sehr verändert in der Zeit nach New York und das fällt auch ihren Freundinnen vom First Wives-Club auf und die machen sich natürlich Sorgen. Dabei müssen sie das gar nicht. Avery will nie wieder in die Situation geraten sich nicht wehren zu können und so besucht sie seit einer geraumen Weile einen Krav Maga-Kurs. Doch eine Situation bekommt sie einfach nicht in den Griff. Sobald sie auf dem Rücken liegt, erstarrt sie und alles ist wieder da.

Liam sieht Avery das erste Mal in einer Bar, in die sie eigentlich nichts zu suchen hat. Als sich dann auch ein Fremder an ihr vergreifen will, zeigt die Blondine diesem wo der Hase lang läuft. Liam ist beeindruckt und auch eingeschüchtert, aber er will sie unbedingt kennenlernen und so nähert er sich ihr auf einem anderen Boden, im Krav Studio.
Eigentlich ist er als Handwerker hier zu Gange, aber Brenda, die Trainerin hat eine tolle Idee. Avery hat inzwischen jeden Gegner durch im Studio und kennt die Stärken und Schwächen des anderen. Ein Fremder soll ihr nun helfen ihre Starre zu überwinden - da kommt Liam ins Spiel.

Avery und Liam trainieren nun regelmäßig und obwohl Avery es gar nicht will, fühlt sie sich erstaunlich wohl in Liams Gegenwart. Aber auch Liam hat ein Geheimnis vor Avery. Gerade als sie sich an den Gedanken von sich und Liam gewöhnt, erfährt sie von der anderen Frau. Nur leider nicht im eigentlichen Sinn.
Avery schottet sich erneut ab, doch dann kommen ihre Erinnerungen von damals wieder und sie beginnt alles in Frage zu stellen.

Nachdem ich ja nun gerade Half Empty / Liebesgrüße zum Lunch gelesen hatte, habe ich gleich mit dem nächsten Band der Reihe weiter gemacht. Ich musste wissen wie es mit Avery weiter geht und habe das Buch wirklich verschlungen. Ihre Art ist toll, auch wenn sie einen ordentlichen Dickschädel hat.
Liam mochte ich sofort. Allein seine Reaktion in der Bar hat ihn gleich in mein Herz geschoben und ich war gespannt wie die beiden wohl zueinander finden werden.

Die beiden machen eine gemeinsame und eine jeweils eigene Entwicklung durch, was ihre Geschichte besonders glaubwürdig macht. Also zumindest das Zwischenmenschliche ;o)

Natürlich ist auch hier wieder ein guter Schwung Spannung enthalten und so rasten die Seiten für mich weg.
Man erfährt nebenbei auch immer, wie es mit den bisherigen Pärchen weiter geht und wird ein bisschen geteasert, wie es im nächsten Band weiter geht. Band IV liegt bereits auf dem Tisch und im Mai erscheint dann auch schon Band V. Ich denke mal, dass die Reihe danach beendet ist, aber Catherine Bybee wäre nicht sie, wenn es nicht wieder eine weitere Reihe geben würde, die auf mich wartet ^^ Das wird dann historisch, ich bin sehr gespannt.

Einen ganz lieben Dank an Stephanie von der Mark, der Übersetzerin, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
Ihr kennt es - natürlich lasse ich mich von der Vergabe nicht in meiner Meinung beeinflussen =o)

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29.

Jan 2020

~nef

Half Empty / Liebesgrüße zum Lunch

Tags: Romantik
Cover Liebesgrüße zum Lunch

Es handelt sich bei diesem Roman um den zweiten Teil der First Wives / Diesmal für immer-Reihe.

Trina hatte nicht geglaubt, dass ihr die Auszeit in Italien so gut tun würde. Beinahe ein Jahr ist vergangen, seit sich ihr Ehemann auf Zeit das Leben in genommen hat und noch heute hat sie Schuldgefühle deswegen. Hätte sie nicht etwas ahnen müssen? Sie waren doch immerhin verheiratet gewesen. Natürlich war es von Anfang an nur eine Ehe auf dem Papier, aber sie haben sich dennoch gut verstanden und waren Freunde geworden.
Nun wird es langsam Zeit sich mit der Hinterlassenschaft auseinander setzen und zu überlegen was sie verkaufen möchte und was nicht. Doch so richtig trennen von den sonnigen Tagen und den interessanten Gesprächen in der Nacht mag sie sich noch nicht.
Ihre kleine Urlaubsbekanntschaft hat ihr zudem gezeigt, dass man das Leben auch weiterhin genießen kann. Bei einem Zwischenstopp von Italien nach New York hat sie an der Hotelbar Wade Thomas kennengelernt und sich gleich wohl gefühlt. Er ist anders als die Männer die sie sonst ansprechen und so hat sich zwischen ihnen ein zartes Band der Freundschaft geknüpft.

Wade kann es noch immer nicht fassen. Diese wunderschöne Frau mit den traurigen Augen kennt ihn nicht. Wie kann man den berühmtesten Country-Sänger des Landes nicht kennen? Ein klein wenig an seinem Ego hat das schon gekratzt, aber gerade die Unwissenheit hat ihn magisch angezogen. Endlich mal kein Groupie der ihm hinterher läuft und nur mit ihm ins Bett will. Bei Trina kann er einfach nur Wade aus Texas sein.
Seine Neugier ist geweckt und das nicht erst nachdem die Freundinnen seiner neuen Bekannten in das gemeinsame Hotelzimmer geplatzt sind. Er muss diese Frau näher kennenlernen, auch wenn das heißt sich ihrem abweisenden Frauen-Club zu stellen. Trina ist in jeder Hinsicht anders, als seine bisherigen Liebschaften und so beschließt er sich richtig ins Zeug zu legen - nichtsahnend, was dabei alles passieren kann.

Gemeinsam mit Avery kümmert sich Trina um die Wertgegenstände und die persönlichen Dinge in ihrem ehemaligen Wohnhaus in den Hamptons. Als Wade sie spontan zu einer Feier mit Freunden nach Texas einlädt nimmt sie dies liebend gern an. Das Haus und seine Geschichte drücken ihr aufs Gemüt und Avery hat alles bereits alles im Griff. Während Trina also ein Wochenende unter Cowboys plant, will Avery sich schon mal bei einigen Händlern umschauen bezüglich des Wertes von Uhren und Füllfederhaltern. Fedor war kein verschwenderischer Mann, aber seine Gebrauchsgegenstände stellten einen gewissen Standard dar.
Als Avery in ihrer Abwesenheit in New York überfallen und bewusstlos geschlagen wird ist alles wieder da - die Angst, die Panik und die Machtlosigkeit. Ihr Ex-Schwiegervater Ruslan ist ein sehr gefährlicher Mann und zudem der einzige, der ihr einfällt nachdem klar ist, dass es sich nicht um einen normalen Raubüberfall handelt. Nachweisen kann sie es ihm jedoch nicht. Nach seinem letzten Auftritt ist er spurlos verschwunden, aber Trina und auch ihre Freunde machen sich keine Hoffnung, dass er auf das Geld aus der Erbschaft seines Sohnes und seiner Ex-Frau verzichten wird. Ruslan ist aus besonders hartem Holz geschnitzt und er hat seine Handlanger gut vernetzt. Wie weit wird er gehen?

Während Avery überfallen wird, bricht jemand in das Haus in den Hamptons ein, verwüstet das Arbeitszimmer und hinterlässt keinerlei Spuren. Das wirft einige Fragen auf, denn es wurde nichts gestohlen. Was haben die Einbrecher gesucht?
So langsam merkt auch Wade, dass er sich da eine Frau mit Vergangenheit gesucht hat, aber er hat nicht vor auch nur einen Millimeter von ihrer Seite zu weichen.

Mit Trina habe ich schon im ersten Band Fool Me Once / Küsse zum Frühstück gelitten und war sehr gespannt wie es ihr wohl ergehen wird in ihrem eigenen Buch. Und es war nicht nur wieder sehr herzerwärmend, nein es war auch furchtbar spannend! Nachdem ihr Schwiegervater schon im ersten Teil seinen Part geleistet hat, war auch klar, dass er hier wieder auftauchen wird. Aber wie genau es laufen wird und das Trina zwar die Hauptrolle hat, aber nicht das eigentliche Opfer ist, hat auch mal einen anderen Ton angegeben.
Ich mag Trina. Sie ist eine ruhige Person, in sich gekehrt aber mit einer gewissen inneren Stärke ausgestattet. Avery hingegen ist eher der Typ 'Kopf durch die Wand'. Dass die beiden sich etwas näher stehen als der Rest des 'First Wives Club' war schon in Band I zu spüren. Auch hier merkt man, dass die beiden eine besondere Freundschaft haben und so trifft es Trina natürlich besonders, das Avery die Wut ihres Schwiegervaters abbekommt.

Wade ist charmant, witzig und zurückhaltend. In der gesamten Geschichte habe ich ihn nicht so richtig zu fassen bekommen, dennoch war er sehr präsent. Zur eigentlichen Liebesgeschichte der beiden kann ich gar nicht so richtig was sagen, da sie durch die anderen Ereignisse eher in den Hintergrund tritt. Das ist aber gar nicht mal so schade, da es irgendwie zu Trina passt.

Im Moment lese ich an Band III und bin wieder schwer begeistert. Hier bekommt Avery ihre Story und es knüpft direkt an die Ereignisse aus Half Empty / Liebesgrüße zum Lunch an. Ich kann euch die Reihe wirklich empfehlen bislang :)

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22.

Jan 2020

~nef

Rezensionsexemplar

Fortune's Flower / Die Glücksorchidee

Cover Die Glücksorchidee

Lily Strathmore ist in einem Alter in dem sie eigentlich schon lange verheiratet sein sollte um einen eigenen Haushalt zu führen, aber bislang konnte sie kein Gentleman überzeugen.
Ihre ganze Leidenschaft gehört dem Malen, dem sie vor allem im Haus ihres Onkels Edward nachgehen kann, der ihre botanischen Zeichnungen zu seinen Forschungen benötigt. Fernab der Hektik Londons und vor allem ihrer kuppelwütigen Mutter kann Lily sich so die Zeit vertreiben oder mit ihrer Cousine Isabelle und deren Bruder Richard die Ländereien unsicher machen.
Als ihre Eltern sich ankündigen weiß Lily, dass es langsam eng für sie wird. In wenigen Wochen steht eine Expedition ihres Onkels an die sie nur ungern verpassen würde und so geht sie mit ihren Eltern einen Deal ein - sie lassen sie den Sommer über noch malen und mit Onkel Edward verreisen, dafür stimmt sie dem nächsten Heiratskandidaten ihrer Mutter zu.

Während ihre Eltern sich darüber freuen, dass ihre Tochter endlich zur Vernunft gekommen ist, beschleicht sie das Gefühl, dass sie es schon bald bereuen wird so schnell einen Kompromiss eingegangen zu sein.
Denn während ihre Mutter in heller Aufregung ist über die Vermählung ihrer Tochter mit Lord Buckley, einem Mann aus einflussreichem Haus der den Status ihrer Familie deutlich heben wird, bringt ein Fremder Lilys Wangen zum Glühen.

Die erste Begegnung zwischen Lily Strathmore und James Huntington auf dem Anwesen Brookdale Manor ist alles andere als glamourös. Lily war noch nie eine gute Reiterin und ausgerechnet an diesem Tag landet sie mit ihrem Kleid im Graben. Um sich die Blöße nicht zu geben, begeht sie einen dummen Fehler und landet am Ende in James Armen, der sie von ihrem durchgehenden Pferd retten muss.
Nur einen Tag, so predigt sich Lily immer wieder, dann ist er wieder fort und sie kann sich ungezwungen auf dem Anwesen bewegen. Doch wie es immer so ist, macht ihr Onkel ihr einen Strich durch die Rechnung. Denn James hat eine Mission und kam um Edward Strathmore davon zu überzeugen ihm zu helfen. Ihre Expedition wird sie nun also nicht nach Italien, sondern nach Tunesien bringen um dort ein kleines Tal zu suchen in dem eine noch unbekannte Orchidee wächst.

Diese Reise wird nicht nur Lilys Heiratsentscheidung stark ins Wanken bringen, sondern auch das Leben aller Expeditionsteilnehmer gehörig durcheinander wirbeln. Denn James ist nicht der Einzige, der auf der Suche nach dem Tal ist und sein Rivale hat keinerlei Skrupel in der Wahl seiner Waffen.

Fortune's Flower / Die Glücksorchidee ist so ziemlich der erste Historomance-Roman den ich gelesen habe - glaube ich zumindest. Und er hat mir tatsächlich ziemlich gut gefallen. Ich mag Lilys direkte Art, Onkel Edwards Abenteuerlust und natürlich die Matrone des Hauses - Mrs Hodges. Letztere fungiert als Anstandsdame für Isabelle und auch Lily und ist so ein richtig knorriges altes Mädchen. Ihre Kommentare sind wunderbar unterhaltsam und ihre Aktion an Bord des Schiffes genial.

Mit dem Schreibstil von Anthea Lawson bin ich schnell warm geworden. Die Geschichte ist sehr bildhaft geschrieben ohne dabei langatmig zu werden. Auch die Spannung kam glaubhaft rüber und so manches Mal habe ich mir an den Kopf gefasst und gedacht 'Echt jetzt?' was hauptsächlich der jüngsten Dame des Hauses galt.
Isabelle ist naiv, Richard hat das Herz am richtigen Fleck und James ist natürlich hinreißend. Ich hatte sehr viel Spaß mit dem Buch und konnte es kaum aus der Hand legen. Natürlich war klar wie es enden wird, aber der Weg dahin war steinig.

Fortune's Flower / Die Glücksorchidee ist der erste Teil einer Doppelreihe und ich werde bestimmt weiterlesen, denn es geht um eine weitere faszinierende Dame, die bereits einen Auftritt in dieser Geschichte hatte.

Das Rezensionsexemplar erhielt ich von indie translations bekommen. Die Vergabe hat meine Meinung nicht beeinflusst.

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15.

Jan 2020

~nef
Rezensionsexemplar

A Scone To Die For / Törtchen, Tee und Tod

Tags: Mystery
Cover Törtchen, Tee und Tod

Gemma Rose hat ihr Leben einmal komplett umgekrempelt um nun in einem leeren Geschäft zu stehen. Noch vor einigen Monaten war sie eine erfolgreiche Managerin in Sydney, heute wohnt sie mit 29 Jahren wieder daheim bei ihren Eltern im beschaulichen Meadowford, nicht weit vom berühmten Oxford entfernt.
In den letzten Wochen hat sie aus dem heruntergekommenen Laden einen gemütlichen Tearoom erschaffen und erfreut sich bei den Bewohnern des Städtchens uns den Touristen wachsender Beliebtheit. Der kürzliche Todesfall passt nun gar nicht in ihr Konzept. Aber fangen wir vorn an.
Am vergangenen Tag spülte ein Reisebus eine ganze Gruppe an Touristen in ihren kleinen Laden und mit ihnen einen unfreundlichen Amerikaner, der sich nicht nur ruppig verhielt, sondern auch noch ihre Angestellte belästigte. Bei einem Missgeschick mit einem Wasserglas erspähte sie Unterlagen der Universität in Oxford in seiner Tasche, in der sie eigentlich nichts zu suchen hat.
Am gleichen Abend macht dieser Mann im einzigen Pub des Örtchens Stress um am nächsten Morgen mausetot vor ihrem Laden zu sitzen. Dummerweise an einem ihrer Scones erstickt.
Das könnte dann doch geschäftsschädigend sein.

Wer könnte diesem Mann den Tod gebracht haben? Ihre Scones waren es sicherlich nicht, schließlich hatte ihr Küchenchef sowas wie ein goldenes Händchen, wenn es um Gebäck ging.
Der Fall landet ausgerechnet bei DI Devlin O'Connor, mit dem Gemma eine gemeinsame Vergangenheit hat - wenn auch schon viele Jahre seither vergangen sind, hat sie die kurze Affäre noch sehr lebendig vor Augen. Und er sieht auch 11 Jahre später noch verteufelt gut aus.
Nachdem er ihr den Laden dicht macht, bis sie genaueres über die Todesursache wissen, ist sie nicht mehr ganz so angetan von ihm.
Nun bleibt ihr nichts anderes übrig als abzuwarten und sich doch dem Buchclub ihrer Mutter anzuschließen, in den diese sie hereindrängen will.
Das Entpuppt sich als Glückstreffer, denn so lernt sie nur kurz darauf die Ehefrau des Toten kennen, die nicht gerade in den höchsten Tönen ihres Gatten spricht. Es wäre das älteste Motiv der Welt für einen Mord, doch O'Conner klammert sie komplett aus. Warum? Liegt es am äußerst hübschen Äußeren der Frau?
Gemma ist frustriert und beginnt nun ihrerseits nach Motiven zu suchen. Sie ahnt nicht, dass der Mörder näher ist als ihr lieb sein könnte.

A Scone To Die For / Törtchen, Tee und Tod ist der Auftakt zu einer Reihe die im Original bereits 10 Bücher umfasst. Ich liebe ja Mysteries und wenn sie dann in einem kleinen Nest in England spielen, sind sie mir gleich noch viel lieber. So habe ich mich auch auf dieses Buch gestürzt und es ziemlich fix beendet. Ich wollte natürlich wissen wer der Mörder - oder die Mörderin - ist. Ich hatte zu Beginn die richtige Fährte, bin dann aber irgendwie abgekommen. Der Fall wird komplett aufgelöst und natürlich hat Gemma da ihre Finger im Spiel. Darum geht es ja bei allen Mystery-Büchern.

Wie das Cover vermuten lässt, hat hier eine Katze ihre Pfoten im Spiel und ich bin da jetzt nicht so der Freund von, einfach weil es mir zu viel wird mit den Samtpfoten. Zu Beginn dachte ich 'Oh Gott, es reicht' aber dann wurde es weniger im Laufe der Geschichte und ich war wieder versöhnt.
Ja, steinigt mich, aber ich habe es einfach nicht so mit Katzen. Dennoch fand ich die Geschichte wirklich gut. Etwas unrealistisch, aber sehr sympathisch. Vor allem mag ich die Silberlocken ^^ Die bringen so einen charmanten Schwung mit ins Buch und natürlich auch der gute DI O'Connor.

Ein bisschen erinnert mich die Geschichte an die Miss Fortune-Reihe, aber die fand ich dann doch noch besser. Die ist auch mit mehr Humor erzählt und das mag ich irgendwie lieber.

Trotzdem werde ich bei der Oxford Tearoom Mysteries-Reihe am Ball bleiben, weil ich natürlich auch wissen will wie das jetzt weiter geht. Gerade das Ende verspricht viel Spaß in den folgenden Bänden.

Gemma ist mir an sich sympathisch. Dass sie sich nicht so ganz gut durchsetzen kann gegen ihre Mutter ist für mich immer etwas verwunderlich, gerade wenn sie vorher einen führenden Job hatte. Da sollte sie sich doch behaupten können. Ich bewundere ihren Entschluss einmal komplett neu anzufangen und bin auch ein bisschen neidisch auf ihren Tearoom ;o) Das wäre auch ein Träumchen von mir.
Am Ende des Buches gib es ein Rezept zu Scones, das ich natürlich ausprobieren werde. Ich liebe Scones und bin schon gespannt wie die wohl schmecken werden =o)

Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten und danke an dieser Stelle ganz herzlich Jeannette Bauroth von 'www.read-eat.de'. Natürlich hat das meine Meinung nicht beeinflusst ^^

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